Über unsere Kastrationsaktion in der Stadt Kqrdjali wurde in der bulgarischen Zeitung berichtet:


Übersetzung:
Kqrdjali, 28.10.2009
Zeitung “Neues Leben”
Die Tierschutzorganisation “TIERHILFE SUEDEN e.V.” hat Medikamente und Konsumative geschenkt, und ihre Erfahrung mitgeteilt.
DEUTSCHE helfen dem Tierheim in Kqrdjali
" Die Leute stecken die Hunde mit Bandwürmern an, indem sie ihnen rohes Fleisch und innere Organe von geschlachteten Tieren zum Fressen geben, danach stecken sie die Menschen mit Bandwürmern zurück an. Das geschieht vorallem in den Dörfern. Glücklicherweise sind die Tollwutfaelle sehr selten." sagt Dr. Dimov.
" Kastrieren Sie Ihre Hauslieblingstiere, so werden sie länger und glücklicher leben."
Gestern hat der Tierarzt der deutschen Tierschutzorganisation TIERHILFE SUEDEN e.V. fuer das vierte aufeinanderfolgende Jahr kostenlos Hunde im Tierheim “Gib mir deine Pfote” in Kqrdjali kastriert und Arzneien und Konsumative der Ambulanz geschenkt.
Dr. Dimov hat eine private chirurgische Klinik in Sofia, er ist Dozent an der Vet. Uni in Sofia und gleichzeitig ist er Verwalter des Tierheimes “Zweite Chance”, das von Tierhilfe Sueden e.V. gegruendet worden ist. Die THS und der Tierarzt selbst haben sich vor 4 Jahren an die bauliche Gestaltung des Tierheimes in Kqrdjali beteiligt, so das es den gegenwaertigen Anforderungen fuer die humanen Verhaeltnisse zu den Tieren entspricht.
Die Kastration verlaengert das Leben der Tiere, behauptet Dr. Dimov. In seiner Klinik werden jaehrlich ueber 1000 Operationen durchgefuehrt. Die Hunde leiden an die gleichen Krankheiten wie die Menschen, aber am meisten an Tumoren der Geschlechtsorgane. Wenn ein Hund kastriert wird, bevor er 6 Monate alt wird – bevor er geschlechtsreif wird - ist das Krebsrisiko bis zu 0,05%. Mit dem Alter steigert sich es, vorallem bei den weiblichen Hunden.
In Bulgarien herrscht die Auffassung, dass die Kastration den Hund verstümmelt, sagt der Tierarzt.
Die Operationen wurden nach der guten veterinaer-medizinischen Praktika unter Narkose durchgefuehrt. Dem Gast assistierte Dr. Nikolai Kasnakov, der das Tierheim mit einem Vertrag mit der Gemeinde betreut. Die beiden Tieraerzte besprachen proffessionelle Fragen und die eigenen Erfahrungen. Nach der Kastration bleiben die Hunde fuer eine Woche oder fuer 10 Tage im Tierheim, bis sie sich von der Operation erholen. Danach werden sie zurueck an Ort und Stelle gebracht, wo sie wohnen, erklaerte Dr. Kasnakov.
2.
Gemeass dem neuen Tierschutzgesetz werden die kastrierten Hunde markiert, damit sie nicht ein zweites Mal zur Kastration gebracht werden.
Es ist notwendig, dass auch die Haustiere kastriert werden, es muss eine staerkere Kontrolle seitens der Gemeinden ausgeuebt werden. In Sofia wird diese Kontrolle immer haeufiger. Die Hunde sollen mit einem Halsband, einem Maulkorb und einem Zuegel mit ihren Herrchen spazieren gehen. Fuer kastrierte Hunde zahlen die Sofioter keine Steuer, aber trotzdem registrieren die Buerger ihre Hunde nicht.
In Sofia werden wenige Tiere von den Leuten adoptiert, sagt Dr. Dimov. Vielmehr sind die Buerger, die ihre Hunde in die Tierheime bringen wollen, wenn ihre Lieblingshunde ihnen ueberdruessig werden.
Autorin Tonka Gogova