Aktuelle Meldungen

Unter diesem Menüpunkt berichten wir über aktuelle Ereignisse aus dem Tierschutz.

Tag der offenen Tür im Tierheim Gazipaşa - ein gelungenes Fest für Zwei- und Vierbeiner

Es war heiß, am Mittwoch den 15. Mai. Nichtsdestotrotz waren sowohl türkische als auch deutsche Tierfreunde zahlreich erschienen, als unser türkisches Tierheim in Gazipaşa im Rahmen des Tags der offenen Tür die Pforten öffnete.

Unter den Besuchern waren auch zwei Schulklassen, die im Anschluss an einen Tierheimrundgang viele Fragen zum Thema Tierschutz und Straßenhunde an Veterinär Dr. Pelenk hatten. Es hat uns gefreut zu sehen, dass es bei den meisten Kindern wenig Berührungsängste gab. Das zeigt, dass der Tierschutzgedanke in der Türkei auf dem Vormarsch ist.

Wir waren auch erfreut über den Besuch unserer Tierärzte Dr. Osman und Dr. Meltem und des Vereins der deutsch-türkischen Freundschaft. Für die vierbeinigen Bewohner war es ein spannender Tag, an dem es besonders viele Streicheleinheiten und Aufmerksamkeit gab.

Ganz herzlich bedanken wir uns außerdem bei allen Besuchern, die für unsere Schützlinge Futter- und Geldspenden dabei hatten, denn selbstverständlich ist der Unterhalt eines Tierheims mit 230 Vierbeinen mit hohen Kosten verbunden.

Vielen Dank für Ihr zahlreiches Erscheinen.


Wir wünschen und ein Happy End für Hera

Wie alle Hunde auf unserer Krankenstation nahe Demirtas in der Türkei begleitet unsere Hera ein trauriges Schicksal. Im Alter von nur vier Monaten wurde sie mit gebrochener, eingegipster Pfote bei uns abgegeben. Leider war der Eingriff an ihrem Vorderbein alles andere als gut verlaufen. Die eingebrachte Metallschiene musste umgehend in einer Not-OP von unserem Vertragstierarzt Dr. Osman entfernt werden. Oberste Priorität hatte nun die Wundheilung. Inzwischen entwickelte sich die tapfere Hera zu einem unglaublich dankbaren, liebevollen und verschmusten Hund. Zu gerne hätte sie auch mit anderen Patienten herumgetollt, doch ihre Vorderpfote wuchs schief zusammen, was sie in ihrer Beweglichkeit stark einschränkte. Hera ist so jung und verspielt, dass wir uns entschlossen, die Fehlstellung durch eine Operation zu beheben. Dank unserer Spender und dem verantwortungsvollen Einsatz der Helfer hat Hera endlich die Chance auf ein normales Leben.

Heras Behandlung finanziert sich rein durch Spenden. Liebe Tierfreunde, bitte helfen sie uns, damit wir Hera und die anderen Bewohner der Krankenstation gesundpflegen können. Ohne Spenden können wir leider nichts mehr für die Hunde tun.

 

Hera ist Menschen sehr zugetan und verträgt sich mit allen anderen Hunden. Vielleicht ist sie genau ihr Hund, wenn sie auf der Suche nach einem liebevollen Gefährten auf vier Pfoten sind?  


Wir wollen den kleinen Beethoven nicht aufgeben!

Wir brauchen Ihre Unterstützung für Beethoven!

Der bei einem Autounfall am Bein verletzte Welpe landete im März in unserem Tierheim Gazipasa in der Türkei. Mit liebevoller Pflege, tierärztlicher Fürsorge und Physiotheraphie schaffte es das Team aus Gazipasa, dass Beethoven wieder schmerzfrei laufen konnte. Doch plötzlich fing der Kleine an zu schwächeln und verlor seinen Appetit. Die Untersuchung ergab Staupe. Da unsere Tierfreunde vor Ort nicht zögerten und gleich bei unserem erfahrenen Veterinär Dr. Pelenk die Behandlung einleiteten, stehen Beethovens Chancen auf Genesung ganz gut. Bitte helfen Sie uns mit Ihrer Spende an die Tierhilfe Süden e.V. Beethovens Behandlung zu finanzieren. 


Wir drücken der kleinen Pupa die Daumen

Die Zahl der Notfälle, mit denen sich die Tierschützer von Udruga Rocco im Osten Kroatiens täglich auseinandersetzen reißt einfach nie ab. Besonders vom Pech verfolgt scheint Pupa. Der kleine Hund tauchte vor einiger Zeit vor der Freiwilligenunterkunft des Vereins auf. Einen Hund in derart schlechtem Zustand bekommt man selten zu Gesicht, und die Tierfreunde sind viel Elend gewöhnt. Sie war abgemagert, unterkühlt und hatte starken Demodexbefall. Doch als wäre das nicht genug, fiel beim Röntgen noch eine Gewehrkugel auf, die in ihrer Niere steckte. Durch die daraus resultierende Bleivergiftung war Pupas Leber angeschwollen. Als der Zustand der kleinen Hündin es zuließ, wurde die Kugel entfernt und Pupa kastriert. Sie erhält Tabletten, um das Blei in ihrem Körper zu binden und auszuscheiden. Leider ist Pupa noch nicht über den Berg, aber sie erhält jetzt Spezialfutter und all die Pflege und liebevolle Fürsorge, die sie braucht um hoffentlich bald ganz gesund zu werden.Natürlich sind solche Rettungsaktionen kostspielig. Wir helfen den engagierten Tierschützern in Kroatien gerne bei ihrer wertvollen Arbeit. Hier wird mit unserer Unterstützung viel Gutes für die Tiere erreicht. -7.05.2019-


Monatsbericht April 2019 von A-Mici Onlus

Wieder einmal blicken die italienischen Katzenfreunde auf eine arbeitsreiche Zeit zurück. Im vergangenen Monat konnten sie mit unserer Hilfe wieder viel Gutes für die Samtpfötchen erwirken. Vier Katzenmamas mit insgesamt 19 Kitten wurden bei Petra Gilgert und ihrem italienischen Team zur Versorgung eingeliefert. Vier kranke und verletzte Katzen wurden in ihre Obhut übergeben und erfolgreich behandelt. Außerdem konnten wieder 46 Tiere kastriert werden. Vier Katzen, darunter zwei dreibeinige Unfallkatzen fanden über A-Mici Onlus ein Zuhause. Wahrlich gute Tierschutzarbeit, die wir gerne unterstützen. - 2.05.2019 -


Leid Lindern für Snow - Bericht aus unserer Krankenstation

Nur mit Ihrer Unterstützung können wir Notfällen wie Snow helfen!

Als Snow ins Tierheim gebracht wurde, war er besonders schüchtern und ängstlich. Einige seiner Artgenossen nahmen das leider zum Anlass ihn zu unterwerfen und zu beißen. Darum musste der zurückhaltende Rüde vom Tierheim auf die Krankenstation verlegt werden. Hier werden seine Wunden behandelt und vor allem muss er nicht mehr mit so vielen Hunden auf engem Raum auskommen. Leider wurde zu seinen Verletzungen auch noch Räude festgestellt. Der Befall mit Räudemilben ist unter Straßenhunden ein großes Problem. Die parasitäre Hautkrankheit ist für die Hunde mehr als nur unangenehm – unbehandelt können die Tiere daran sterben. Dank der Unterstützung durch Tierhilfe Süden e.V. konnte sofort mit der Therapie begonnen werden. Die erste Behandlung liegt mittlerweile zwei Wochen zurück, und es ist festzustellen, dass sie Wirkung zeigt. Der verletzte und liebebedürftige Snow erhält hier auf der Krankenstation die Fürsorge und Pflege, die er für eine Genesung braucht. Wir hoffen, dass es mit Snow weiter bergauf geht. Mit Ihrer Spende für Tierhilfe Süden "Leid Lindern" helfen Sie Tieren in Not! - 2.05.19-


Die schöne Seite der Tierschutzarbeit

Allzu oft ist Tierschutzarbeit niederschmetternd. Das Elend der Straßentiere ist allgegenwärtig und immer begleitet uns die Sorge, ob auch im kommenden Monat genügend Spenden eingehen werden, um alle Hilfsprojekte unterstützen zu können. Doch, liebe Tierfreunde, hier ist die schöne Seite: All diese Vierbeiner haben über Tierhilfe Süden e.V. den Weg ins Glück gefunden. Vielen Dank an die Adoptanten für die netten Bilder und Geschichten. Wir sind überglücklich, unsere ehemaligen Schützlinge so froh und zufrieden zu sehen.

Eine Aussage zieht sich wie ein roter Faden durch unsere Adoptionsgeschichten: "...wir würden sie/ihn nie wieder hergeben ...wir sind ein tolles Team geworden...sie/er ist so ein wertvoller Bestandteil unserer Familie geworden..." Diese Nachrichten rühren uns sehr, und es zeigt doch, welch anpassungsfähige, treue Begleiter unsere Tierheimhunde sind. Wie schön wenn Mensch und Tier sich so wunderbar ergänzen! Wenn auch Sie einen Hund oder eine Katze über Tierhilfe Süden e.V. bekommen haben, die hier noch nicht erwähnt sind, würden wir uns über Ihre Bilder und Geschichten freuen. Das Album wird stets erweitert!


Ein Einblick in die Arbeit der Udruga Rocco Tierhilfe

Ein kleiner Welpe wurde verwahrlost am Stadtrand von Vinkovci aufgegriffen. Die Tierschützer nehmen den kleinen Shaki in ihre Obhut. Er ist an Demodikose erkrankt, eine durch Milben verursachte Hautkrankheit. Während sich Shaki bei den Tierschützern von seiner Vernachlässigung und dem Demodexbefall erholt, erkrankt er zu allem Übel noch an Parvovirus. Zum Glück verläuft die Erkrankung, die bei Welpen oft tödlich ist, bei Shaki in leichter Form und der Kleine überlebt, dank einer Portion Glück, der liebevollen Fürsorge und dem engagierten, ehrenamtlichen Einsatz der kroatischen Tierfreunde. Heute ist Shaki fünf Monate alt – völlig gesund, geimpft und gechippt. Nur ein Zuhause, wo er für immer bleiben darf fehlt im noch. Wir freuen uns mit der Udruga Rocco Tierhilfe über jeden geretteten Vierbeiner und danken unseren Spendern, die es uns ermöglichen, die kroatischen Tierfreunde zu unterstützen! - 2.05.2019 -


Wieder Neuzugang auf Gnadenhof Schopper nahe Antalya

Jolly Jumper ist der letzte Neuzugang in der Auffangstation für ausgediente Arbeitstiere in der Türkei. Der Wallach gliedert sich ein in die Herde aus Pferden, Mulis und Eseln, die allesamt eines gemeinsam haben: sie haben bis zur Erschöpfung für ihre Besitzer gearbeitet, waren irgendwann zu krank und ausgemergelt um weiter als Zugtier zu funktionieren und wurden von Tierschützerin Roswitha Schopper freigekauft oder gegen Heu eingetauscht. Jolly Jumper war verletzt und musste mit Antibiotika behandelt werden. Außerdem machten ihm seine Sehnenprobleme bei der schweren Arbeit zu schaffen. Jetzt darf er endlich Fürsorge erfahren. Nach der überfälligen Pflege der Zähne und Hufe hat er sich gut eingelebt und fühlt sich sichtlich wohl in Gesellschaft der anderen geretteten Vierbeiner. Er darf den Rest seines Lebens in dieser Oase der Tieridylle verbringen. Allerdings verschlingt es Unmengen an Geld, den vielen Tieren ihr verdientes Gnadenbrot zu gewähren. Die laufenden Kosten für tierärztliche Behandlung, Schmied, Futter und Instandhaltung des weitläufigen Areals sind enorm. Die Tierhilfe Süden e.V. unterstützt den Gnadenhof finanziell, damit hier auch in Zukunft gerettete Tiere ihren Lebensabend in Würde verbringen dürfen. Bitte helfen Sie uns mit Ihrer Spende! - 30.04.19 -


Leid Lindern in Bulgarien

Hündin Puhla streunte ziellos im Romaviertel bei Plovdiv umher. Hier leben viele Straßenhunde, doch Puhla fiel den örtlichen Tierschützern von Auf Du mit der Natur auf, da sie ein enges Sisalseil um ihren Hals gebunden hatte. Das Seil war tief ins Fleisch eingewachsen und hat eine entzündete Wunde verursacht. Puhla muss schlimme Schmerzen gehabt haben. Sie war so verängstigt, dass die Tierschützer sie nur mithilfe einer Distanznarkose einfangen konnten.

 

Die Tierhilfe Süden übernahm die Kosten für die Behandlung der Wunde. Glücklicherweise verlief die Heilung, wie man anhand der Bilder sehen kann, sehr erfolgreich. Puhla entwickelt sich zu einem wunderschönen, jungen Hund und sie baut auch langsam Vertrauen zu Menschen auf. Zu ihrem Glück fehlt ihr nur noch ein Zuhause.

Liebe Tierfreunde, unser Hilfsfonds Leid Lindern hilft Tieren in Not. Bitte helfen Sie uns, unseren Hilfsfonds wieder aufzufüllen, damit wir weiter kranken und verletzten Vierbeinern helfen können. - 24.04.19 - 


Frau Mehmetzade zu Besuch in München

Seit über zwei Jahrzehnten lebt Hildegard Mehmetzade nun schon in Istanbul und verpflegt dort die herrenlosen Hunde und Katzen in ihrem Viertel. Bei ihrem Besuch in München bedankt sich Frau Mehmetzade bei der Tierhilfe Süden e.V. für die Unterstützung, ohne die sie nicht einmal die Futterkosten stemmen könnte. Und natürlich ist es mit der Versorgung mit Nahrung auch nicht getan. Die Rentnerin kümmert sich auch um die medizinische Behandlung, Kastration und Unterkünfte im Winter. Auf einem Gelände der Universität Istanbul darf sie im Winter warme Schlafstätten für die obdachlosen Hunde und Katzen errichten.

Zusammen mit zwei türkischen Damen betreut Frau Mehmetzade derzeit etwa 30 Katzen und 20 Hunde. Die Tierschützerinnen nehmen jedes Tier auf, keines verhungert. Dank der liebevollen, täglichen Fürsorge geht es  „Ihren Tieren“ den Umständen entsprechend gut. Einige Hunde sind sogar schon über 14 Jahre alt. Doch alles kostet sehr viel Geld. Ohne das Engagement der Tierschützerin und ohne Ihre Spenden, liebe Tierfreunde, wäre das alle nicht möglich!

Frau Mehmetzade bittet immer wieder, sie und ihre Tiere nicht zu vergessen. Die Unterstützung durch die Tierhilfe Süden e.V. ist existenziell für sie und die Tiere. - 16.04.19


Weitere Kastrationsaktion in Gazipasa

Im Rahmen unseres fortlaufenden Kastrationsprogrammes im türkischen Gazipasa können Bürger der Stadt Straßentiere zu unserem geübten Veterinär Dr. Celal zur Kastration bringen. Die Stadt stellt die Räumlichkeiten  und die Tierhilfe Süden e.V.  trägt die Kosten. Wie immer fand die Aktion guten Zuspruch. So wurden vergangenes Wochenende insgesamt 14 Katzen und zwei Hunde zur Kastration gebracht. Auf lange Sicht ist die Kastration von Straßentieren der einzige Weg, das Elend auf der Straße nachhaltig zu bekämpfen. Bitte unterstützen Sie uns dabei! -11.04.2019-


A-Mici Onlus feiert Kastration Nr. 2800

Mit der Katzenhilfe A-Mici Onlus nahe Rom kooperieren wir schon seit ihren Anfängen im Jahre 2013. In großem Umfang beteiligen wir uns mit einem zuverlässigen, monatlichen Budget, um das Elend der verwilderten Straßenkatzen um Italiens Hauptstadt zu bekämpfen.

 

Und die Katzenfreunde vor Ort waren wie immer fleißig! Diesen März konnten sie zusammen mit dem Verein Torre Argentina 55 Streunerkatzen kastrieren lassen und somit die 2800ste  Kastration feiern. Längst kein Grund für das Team von A-Mici Onlus die Hände in den Schoß zu legen, denn kaum sind in einem Viertel alle Straßengruppen eingefangen und kastriert, werden drei weitere gemeldet. Zusätzlich zu den ganzen Kastrationen kümmern sich die Katzenfreunde tatkräftig um die Versorgung verletzter und kranker herrenloser Samtpfötchen. Auch Mütter mit Neugeborenen nehmen sie auf, damit die Kätzchen in einem sicheren, sauberen Umfeld aufwachsen können. Manches Kätzchen hat Glück und findet durch A-Mici Onlus ein liebevolles Zuhause, aber es gibt einfach zu viele Katzenkinder, um für alle einen guten Platz zu finden. Daher ist der nachhaltigste Tierschutz die Kastration. Es ist eine Aufgabe, die nie zu Ende geht. Wir freuen uns mit den Katzenfreunden aus Italien über die Erfolge und danken unseren Mitgliedern und Spendern, die unsere Hilfe hier ermöglichen! - 9.04.2019


Die letzten vier Welpen sind geborgen!

Wir berichteten über die Räudehunde aus dem kretischen Idagebirge. Ein völlig überforderter, alter Mann lebte mit über 40 kranken und unkastrierten Jagdhundmischlingen auf einem verwahrlosten Grundstück. Er konnte die Hunde nicht richtig versorgen. Sie waren mangelernährt - hatten Räude - darunter viele Welpen. Schließlich kooperierte er mit dem von uns unterstützten Tierschutzverein Kivo Kreta und den örtlichen Tierschützern. Nach und nach konnten die Tierfreunde Hunde zum Kastrieren abholen und Welpen mitnehmen. Jetzt wurden die letzten vier Welpen - wieder stark unterernährt - vom Grundstück geholt. Sie bekamen sofort artgerechtes Futter und werden jetzt bei einer Tierschützerin aufgepäppelt. Bis auf zwei Hündinnen sind mittlerweile alle Tiere kastriert worden. Diese Rettungsaktionen werden rein durch Spenden finanziert und von ehrenamtlichen Tierfreunden durchgeführt. Vielen Dank an unsere Mitglieder und Spender. Dank Ihnen können wir hier helfend unter die Arme greifen. - 02.04.2019


Hilferuf aus Furbara

Die 150 Hunde und 50 Katzen im Tierheim Furbara nahe Rom erhielten seit 2 Jahren keine Unterstützung durch die Gemeinde, obwohl diese vertraglich dazu verpflichtet ist. Futter- und Tierarztkosten konnten nicht mehr gedeckt werden. Was sollte nur mit den Bewohnern passieren? Der örtliche Tierschutzverein A-Mici Onlus, mit dem wir seit vielen Jahren zusammenarbeiten reagierte auf den verzweifelten Hilferuf. Zusammen konnten Tierhilfe Süden und Petra Gilgert von A-Mici Onlus bei der Geschäftsaufgabe eines Tierfuttergroßhandels zwei LKW- Ladungen voll Hunde- und Katzenfutter zu stark reduzierten Preisen erwerben. Jetzt ist das Lager im Tierheim wieder gefüllt und die Futterversorgung der armen Vierbeiner für einige Monate gewährleistet. Unsere Aktion wurde in der Region öffentlich inszeniert und regte zum Nachdenken an. So wurde auch die Gemeinde wachgerüttelt, wenigstens einen Teil der ausstehenden Zahlungen zu leisten. Damit konnten aufgelaufene Tierarztkosten beglichen werden. Ein großes Dankeschön an unsere Mitglieder und Spender. Nur mit Ihrer Unterstützung können wir hier helfen!


Wir sagen den Parasiten den Kampf an!

Große Entwurmungsaktion in Tierheim Demirtas - jetzt Rekonvaleszenz-Zentrum genannt - 15.03.2019

Zur medizinischen Versorgung, die Tierhilfe Süden e.V. für die vielen Schützlinge in der Türkei leistet, gehört auch die Entwurmung. Über 300 Hunde zu entwurmen will gut vorbereitet und organisiert sein. Tierarzt Dr. Osman, Koordinatorin Zehra, Pfleger Bünjamin und Hussein und unsere liebevollen, fleißigen Helferinnen Viviane und Diana nahmen sich die Zeit, hunderte Würstchen zu präparieren und an die Bewohner des Tierheims Demirtas zu verteilen. Diese freuten sich sichtlich über das Leckerli und ein bisschen zusätzliche Aufmerksamkeit. Die Entwurmung war unbedingt notwendig, denn die Hunde waren schon schwer geplagt und das ist nicht ungefährlich. Je nach Wurm und Stärke des Befalls kann es zu Mangelversorgung, Verdauungsstörungen, Darmverschluss, Blutarmut oder Gewebeschäden kommen. Manche Larven können sogar die Organe schädigen. Insgesamt sind befallene Hunde viel krankheitsanfälliger. Das kostspielige Unterfangen konnte dank unserer treuen Spender und Mitglieder finanziert werden. Vielen Dank für Eure Unterstützung.


Auch die guten Nachrichten wollen wir nicht vorenthalten: Diese wunderschönen Bilder vom Rüden Chance erreichen uns gerade aus Bulgarien. Im Dezember wurde der Streuner mit einer schweren Schussverletzung bei Plowdiw aufgegriffen. Der erste konsultierte Tierarzt riet zum Einschläfern, doch die Tierfreunde aus Bulgarien gaben nicht auf und brachten ihn in die Tierklinik. TIERHILFE SÜDEN finanzierte die Notoperation und die langwierige Nachsorge. Chance hatte Glück und bekam einen Platz bei einer Pflegestelle. Er taut sichtlich auf und fühlt sich wohl in Gesellschaft eines dreibeinigen Leidensgenossen. Was für ein schöner Hund aus dem Bündel Elend geworden ist!


Uns erreicht die traurige Nachricht aus der Türkei, dass Mutluluk trotz unserer Mühen an Herzversagen verstorben ist. Wir klagen an, was das für Menschen sind, die einen derart schwer verletzen Hund auf die Straße werfen? Sie musste sicher fürchterlich leiden, aber anscheinend geht man hier an notleidenden Wesen vorbei. Niemand hat ihr rechtzeitig geholfen - jetzt war es leider zu spät. Wir fragen nach: "Weiß jemand, wo sie gelebt hat - woher sie kam?" RIP Mutluluk - zieh in Frieden auf die andere Seite des Regenbogens.

Mutluluk - Diese arme Seele wurde schwer verletzt zu uns ins Tierheim Gazipaşa gebracht. Wir wissen nicht, was dem Streuner widerfahren ist, doch er muss unter unvorstellbaren Schmerzen gelitten haben. Unser Tierarzt Dr. Celal musste in einer sofortigen Notoperation entfernen, was von dem Bein übrig war. Jetzt ist der Hund auf dem Weg der Besserung und erhielt daher den Namen Mutluluk, was Glück bedeutet. Bis zu seiner vollständigen Genesung wird Mutluluk nun unter Aufsicht unserer fähigen Tierärzte in Gazipaşa bleiben, dann bekommt er einen Platz auf unserer kleinen Alm, dem Gnadenhof für Hunde in den Bergen.

Es ist für uns selbstverständlich in solchen Fällen Hilfe zu leisten, doch natürlich sind auch wir auf Unterstützung angewiesen. Wir bitten unsere Mitglieder und Spender: „Bleibt uns treu, damit wir auch in Zukunft armen Tieren helfen können!“


Unser laufendes Kastrationsprogramm in Gazipaşa

In der türkischen Kreisstadt Gazipaşa ist Tierschutz, dank des jungen stellvertretenden Bürgermeisters Adem Kaya kein Fremdwort. Er stellt sich dem Problem der vielen herrenlosen, herumstreunenden Hunden und Katzen -nicht etwa durch Vergiftungsprogramme, wie es leider noch immer mancherorts passiert- sondern er kooperiert mit der Tierhilfe Süden e.V. Der stellvertretende Bürgermeister genehmigt uns die Durchführung regelmäßiger Kastrations-aktionen mit unserem Veterinär Dr. Celal Özkan und stellt das Gebäude zur Verfügung. Bei den vorangekündigten Aktionen können Bürger der Stadt Straßentiere zur Kastration vorbeibringen. Die Bringer nehmen die Tiere bis zur Genesung in Pflege - dann kommen sie in ihre gewohnte Umgebung zurück. Die Aktionen werden bereitwillig angenommen.


Das traurige Leben der Kettenhunde

 

Nicht nur herrenlose Streuner führen ein armseliges Leben. So mancher Kettenhund würde sicherlich das Leben auf der Straße bevorzugen.

Ihr einziger Lebenszweck ist es, ein Grundstück zu bewachen. Kettenhundehalter legen ihren Wachhunden meist schon im Welpenalter die Kette um den Hals. Anstatt spielerisch die Welt zu erkunden, ist das Hundekind von nun an dazu verdammt, sein Dasein im Radius weniger Meter zu fristen. In manchen Fällen gehen die Vernachlässigung und Gleichgültigkeit der Besitzer so weit, dass dem heranwachsenden Hund nicht einmal ein entsprechend größeres Halsband gegönnt wird. Wir bekamen schon Hunde zu Gesicht, deren viel zu enge Halsketten ins Fleisch eingewachsen waren. Dass die Tiere unter unvorstellbaren Schmerzen leiden, nehmen die Hundehalter nicht wahr.

Leider hält sich unter Kettenhundebesitzern hartnäckig der Irrglaube, Tiere mit abgeschnittenen Ohren könnten noch besser hören. Um einen noch effektiveren Wachhund zu bekommen, verstümmeln auch heute noch einige Halter ihre Hunde - natürlich eigenhändig, ohne Betäubung, mit Scheren oder Messern.

In der Regel kümmern sich die Besitzer auch nicht um den nötigen Schutz ihrer Wachhunde vor Zecken und anderen Parasiten. Uns haben sich schon grauenvolle Bilder der Verwahrlosung geboten: Ohren, die voll und ganz mit Zecken besetzt waren, dutzende Zecken um die Augen – Parasiten sind für die Hunde eine Qual und auch nicht ungefährlich. Die Blutsauger können schwere Krankheiten wie Erlichiose übertragen. Die Tiere sterben elend, und die Kadaver landen einfach auf der nächsten Müllhalde. Schnell übernimmt ein neuer  Welpe den Platz an der Kette.

Tierärzliche Versorgung gibt es nur in seltenen Fällen. Kettenhunde werden weder geimpft noch kastriert.

Womit wir gleich beim nächsten Problem angelangt sind: Unkastrierte Hündinnen, die an der Kette leben, werden zweifelsohne von streunenden Rüden gedeckt. Die ungewollten Welpen gilt es nun wieder loszuwerden. Immer wieder finden Tierschützer auf grausame Art und Weise entsorgte Welpen.

Viele Kettenhunde sind der Witterung schutzlos ausgeliefert. Ihnen mangelt es oft an Schatten, Zugang zu frischem Wasser, Schutz vor Regen, Kälte oder Hitze. Auch bei der Ernährung wird nicht auf das Wohlergehen der Tiere geachtet. Viele Besitzer geben nur hartes oder gar schimmeliges Brot. Aus Hunger fressen die Tiere es trotzdem und werden krank. Darüber hinaus leidet so mancher Kettenhund auch noch unter Misshandlungen durch seinen Besitzer. Die Hunde werden als wertlose Sache gesehen.

 

Aus diesem Grund gestaltet sich die Hilfe für Kettenhunde besonders schwierig. Es ist unumgänglich, das Gespräch mit den Besitzern zu suchen. Hier ist viel Fingerspitzengefühl gefragt, denn fühlt sich ein Hundehalter belehrt oder gekränkt, erreicht man höchstens das Gegenteil. Wichtig ist es, den Besitzern zu vermitteln, dass die Tiere empfindsame Wesen sind.

Wir sind für ein generelles, europaweites Verbot der Kettenhundehaltung. Wir befassen uns mit diesem Problem jetzt auf politischer Ebene und erarbeiten eine Petition für die zuständigen Instanzen.