Aktuelle Meldungen

Unter diesem Menüpunkt berichten wir über aktuelle Ereignisse aus dem Tierschutz.

Hilferuf aus Furbara

Die 150 Hunde und 50 Katzen im Tierheim Furbara nahe Rom erhielten seit 2 Jahren keine Unterstützung durch die Gemeinde, obwohl diese vertraglich dazu verpflichtet ist. Futter- und Tierarztkosten konnten nicht mehr gedeckt werden. Was sollte nur mit den Bewohnern passieren? Der örtliche Tierschutzverein A-Mici Onlus, mit dem wir seit vielen Jahren zusammenarbeiten reagierte auf den verzweifelten Hilferuf. Zusammen konnten Tierhilfe Süden und Petra Gilgert von A-Mici Onlus bei der Geschäftsaufgabe eines Tierfuttergroßhandels zwei LKW- Ladungen voll Hunde- und Katzenfutter zu stark reduzierten Preisen erwerben. Jetzt ist das Lager im Tierheim wieder gefüllt und die Futterversorgung der armen Vierbeiner für einige Monate gewährleistet. Unsere Aktion wurde in der Region öffentlich inszeniert und regte zum Nachdenken an. So wurde auch die Gemeinde wachgerüttelt, wenigstens einen Teil der ausstehenden Zahlungen zu leisten. Damit konnten aufgelaufene Tierarztkosten beglichen werden. Ein großes Dankeschön an unsere Mitglieder und Spender. Nur mit Ihrer Unterstützung können wir hier helfen!


Wir sagen den Parasiten den Kampf an!

Große Entwurmungsaktion in Tierheim Demirtas - jetzt Rekonvaleszenz-Zentrum genannt - 15.03.2019

Zur medizinischen Versorgung, die Tierhilfe Süden e.V. für die vielen Schützlinge in der Türkei leistet, gehört auch die Entwurmung. Über 300 Hunde zu entwurmen will gut vorbereitet und organisiert sein. Tierarzt Dr. Osman, Koordinatorin Zehra, Pfleger Bünjamin und Hussein und unsere liebevollen, fleißigen Helferinnen Viviane und Diana nahmen sich die Zeit, hunderte Würstchen zu präparieren und an die Bewohner des Tierheims Demirtas zu verteilen. Diese freuten sich sichtlich über das Leckerli und ein bisschen zusätzliche Aufmerksamkeit. Die Entwurmung war unbedingt notwendig, denn die Hunde waren schon schwer geplagt und das ist nicht ungefährlich. Je nach Wurm und Stärke des Befalls kann es zu Mangelversorgung, Verdauungsstörungen, Darmverschluss, Blutarmut oder Gewebeschäden kommen. Manche Larven können sogar die Organe schädigen. Insgesamt sind befallene Hunde viel krankheitsanfälliger. Das kostspielige Unterfangen konnte dank unserer treuen Spender und Mitglieder finanziert werden. Vielen Dank für Eure Unterstützung.


Auch die guten Nachrichten wollen wir nicht vorenthalten: Diese wunderschönen Bilder vom Rüden Chance erreichen uns gerade aus Bulgarien. Im Dezember wurde der Streuner mit einer schweren Schussverletzung bei Plowdiw aufgegriffen. Der erste konsultierte Tierarzt riet zum Einschläfern, doch die Tierfreunde aus Bulgarien gaben nicht auf und brachten ihn in die Tierklinik. TIERHILFE SÜDEN finanzierte die Notoperation und die langwierige Nachsorge. Chance hatte Glück und bekam einen Platz bei einer Pflegestelle. Er taut sichtlich auf und fühlt sich wohl in Gesellschaft eines dreibeinigen Leidensgenossen. Was für ein schöner Hund aus dem Bündel Elend geworden ist!


Uns erreicht die traurige Nachricht aus der Türkei, dass Mutluluk trotz unserer Mühen an Herzversagen verstorben ist. Wir klagen an, was das für Menschen sind, die einen derart schwer verletzen Hund auf die Straße werfen? Sie musste sicher fürchterlich leiden, aber anscheinend geht man hier an notleidenden Wesen vorbei. Niemand hat ihr rechtzeitig geholfen - jetzt war es leider zu spät. Wir fragen nach: "Weiß jemand, wo sie gelebt hat - woher sie kam?" RIP Mutluluk - zieh in Frieden auf die andere Seite des Regenbogens.

Mutluluk - Diese arme Seele wurde schwer verletzt zu uns ins Tierheim Gazipaşa gebracht. Wir wissen nicht, was dem Streuner widerfahren ist, doch er muss unter unvorstellbaren Schmerzen gelitten haben. Unser Tierarzt Dr. Celal musste in einer sofortigen Notoperation entfernen, was von dem Bein übrig war. Jetzt ist der Hund auf dem Weg der Besserung und erhielt daher den Namen Mutluluk, was Glück bedeutet. Bis zu seiner vollständigen Genesung wird Mutluluk nun unter Aufsicht unserer fähigen Tierärzte in Gazipaşa bleiben, dann bekommt er einen Platz auf unserer kleinen Alm, dem Gnadenhof für Hunde in den Bergen.

Es ist für uns selbstverständlich in solchen Fällen Hilfe zu leisten, doch natürlich sind auch wir auf Unterstützung angewiesen. Wir bitten unsere Mitglieder und Spender: „Bleibt uns treu, damit wir auch in Zukunft armen Tieren helfen können!“


Unser laufendes Kastrationsprogramm in Gazipaşa

In der türkischen Kreisstadt Gazipaşa ist Tierschutz, dank des jungen stellvertretenden Bürgermeisters Adem Kaya kein Fremdwort. Er stellt sich dem Problem der vielen herrenlosen, herumstreunenden Hunden und Katzen -nicht etwa durch Vergiftungsprogramme, wie es leider noch immer mancherorts passiert- sondern er kooperiert mit der Tierhilfe Süden e.V. Der stellvertretende Bürgermeister genehmigt uns die Durchführung regelmäßiger Kastrations-aktionen mit unserem Veterinär Dr. Celal Özkan und stellt das Gebäude zur Verfügung. Bei den vorangekündigten Aktionen können Bürger der Stadt Straßentiere zur Kastration vorbeibringen. Die Bringer nehmen die Tiere bis zur Genesung in Pflege - dann kommen sie in ihre gewohnte Umgebung zurück. Die Aktionen werden bereitwillig angenommen.


Tierschutzarbeit ist oft zermürbend - wie schön, wenn es auch einmal Erfreuliches zu berichten gibt!

Als der türkische Straßenhund Matty Mitte Januar 2019 zu uns kam war er in schrecklichem Zustand. Sein Anblick brach unseren Helferinnen das Herz. Er war hochgradig von Räude befallen und hatte sich durch den wahnsinnigen Juckreiz, den diese Grabmilben verursachen, am ganzen Körper blutig gekratzt. Matty wurde auf unsere Krankenstation nahe Demirtas gebracht und Tierarzt Dr. Osman leitete mit den Pflegerinnen die Behandlung ein. Seit einigen Wochen wird Matty nun liebevoll umsorgt – erhält medizinische Bäder, Salben und die nötigen Präparate. Wir können langsam dabei zusehen, wie sich aus dem Bündel Elend ein hübscher Hund entwickelt. Ein großes Dankeschön an unsere Spender, die unsere Hilfe ermöglichen!

 


Während wir in diesen Tagen bei schon fast frühlingshaften Temperaturen die Sonne genießen, ist auf Kreta Land unter. Dort regnet es seit längerem und die Flüsse steigen. Hier ist Hundemama Pixie zu sehen, die mitsamt ihrer Welpen von den kretischen Tierschützern, die wir unterstützen, gerettet wurde. Sie ist bei den Tierfreunden erstmal in Sicherheit, doch bald gilt es, für die kretische Großfamilie Adoptiveltern zu finden!


Dem armen Zwerg Tikku wurde geholfen!

Im Falle des kleinen Tikku auf Malta konnten wir mit "Leid Lindern" helfen. Der arme Zwerg hatte einen großen Tumor am Unterbauch, der dringend operativ entfernt werden musste. Außerdem wurde Tikku kastriert, gechippt und geimpft und wartet nun in der Obhut der AAA -der maltesischen Tierschutzvereinigung "Association for abandoned animals" - auf ein Zuhause bei lieben Menschen.


Wir wollen in diesem Jahr im kleinen Umfang mit der Hundevermittlung aus Griechenland beginnen.

 

Kostas Pappas liebt seine Tiere und kümmert sich so gut es geht um seine vielen Schützlinge. Doch es kommen stets neue dazu, und bei über 200 Hunden und 50 Katzen kommt der Einzelne natürlich zu kurz. Wir möchten jetzt Hunden aus diesem Tierheim die Chance auf einen Platz bei lieben Menschen in Deutschland geben.

Folgen Sie diesem Link zur Hundevermittlung aus Griechenland



Unsere Kastrationsaktionen in Griechenland

Uns ist Nachhaltigkeit im Tierschutz sehr wichtig. Daher führen wir seit Jahren regelmäßig Kastrationsaktionen durch, um dem Elend auf der Straße vorzubeugen. Mit Tierärztin Dr. Gourzioti haben wir eine zuverlässige und tierliebe Kooperationspartnerin gefunden, die für uns Hunde und Katzen aus Kostas‘ Tierheim in Griechenland kastriert. Nur so dürfen die Vierbeiner in natürlichen, gemischten Gruppen zusammenleben. Nachwuchs auszu-schließen hat oberste Priorität, denn einerseits haben die Welpen weder im Tierheim noch auf der Straße hohe Überlebenschancen. In ihrem kurzen Leben konnten sie noch kein ausreichendes Immunsystem entwickeln, und so können sie schnell gefährliche Krankheiten aufschnappen. Andererseits haben nur die wenigsten das Glück vermittelt zu werden.

Außerdem kastriert Dr. Gourzioti für uns Straßenhunde und -katzen, die Kostas an festen Futterstellen in der Stadt versorgt. Sie werden aufgelesen, kastriert und nach der Nachsorge wieder dorthin zurück gebracht. Auch mittellose Hunde- und Katzenbesitzer, die sich den Eingriff nicht leisten könnten, dürfen ihre Haustiere zum Kastrieren bringen.

Wir bedanken uns bei unseren Spendern und Mitgliedern für die Finanzierung und bei Dr. Gourzioti für die langjährige Zusammenarbeit und den unermüdlichen Einsatz für die Straßentiere!


Die vergessenen Straßentiere der Kulturhauptstadt 2019 – Plowdiw

Die zweitgrößte Stadt Bulgariens feierte am 13. Januar den Auftakt des Kulturjahres. Die historisch bedeutsame Stadt blickt auf beinahe 8000 Jahre Siedlungsgeschichte zurück. Besucher können Spuren aus allen Epochen der Menschheitsge-schichte erleben. Tierfreunde werden aber auch die vielen hungrigen Straßentiere bemerken, die in der alten Stadt und Umgebung ein sehr trauriges Dasein fristen.

Für mehr Tierrechte in der Region setzt sich Gabriela Papadopova ein. Sie konnte dem Leid der Straßentiere nicht länger tatenlos zusehen. Überall findet man vergiftete oder überfahrene Streuner. Ausgesetzte, alte Tiere irren hilflos umher, und die vielen kleinen Welpen und Kätzchen, die kaum eine Chance aufs Überleben haben, brachen ihr das Herz. So gründete sie mit anderen Tierschützern 2011 den Verein “Auf Du mit der Natur“, um gemeinsam für das Wohl der Straßentiere zu kämpfen. Mit finanzieller Unterstützung aus Tierhilfe Südens Hilfsfonds „Leid Lindern“ retten sie kranke, verletzte, hungernde oder misshandelte Tiere von der Straße, versorgen diese und versuchen einen Pflegeplatz zu finden.

Den Tierschützern von „Auf Du mit der Natur“ liegt außerdem viel daran, die Situation der Straßentiere nachhaltig zu verbessern. Dafür setzen sie auf die Aufklärung von Schulkindern, um generell einen besseren Umgang mit Straßentieren zu lehren. Wesentlich sind auch die Kastrationskampagnen.


Ein arbeitsreiches Jahr für die Tierschützer in Vinkovci

Der kroatische Tierschutzverein Udruga Rocco Vinkovci kann mit Stolz auf die Jahresbilanz 2018 blicken. Der Verein konnte mit finanzieller Unterstützung durch Tierhilfe Süden e.V. im vergangenen Jahr sehr viel Gutes bewirken:

 

- 116 Hunde und Katzen wurden gerettet!

- 72 Hunde und Katzen wurden vermittelt!

- 106 Hunde und Katzen wurden kastriert!

 

Wir danken den Tierschützern vor Ort für den tatkräftigen Einsatz und bedanken uns bei unseren Spendern und Mitgliedern, ohne die unsere Hilfe hier nicht möglich wäre.

 

Hoffentlich wird auch 2019 ein erfolgreiches Tierschutz-Jahr!

 


Neuigkeiten zu den Räudehunden im Ida Gebirge

Tierhilfe Süden e.V. unterstützt auf Kreta den Tierschutzverein Kivo Kreta. Dieser hat gerade alle Hände voll zu tun, denn die verwahrlosten Räudehunde aus dem Ida Gebirge sind noch nicht alle gerettet. Auf dem Grundstück des älteren Herren lebten etwa 40 Jagdhundmischlinge – allesamt unkastriert, viele Welpen, die meisten krank! Einige Sorgenkinder hatten die Tierschützer sofort mit zum Tierarzt genommen, andere verblieben beim Besitzer, denn die Pflegestellen sind überfüllt.

 

Jetzt holten die kretischen Tierschützer in einer Eilaktion weitere Hunde, denn es ist Schnee angesagt, und die Tiere haben keine Hütten.  Besonders die Kleinen sind der Kälte schutzlos ausgeliefert, daher nahmen die Tierfreunde alle verbliebenen Welpen mit.

 

Die Tierschützer retten die Hunde aus dem Ida Gebirge nach und nach, doch die Pflegestellen um Rethymnon platzen aus allen Nähten. Schließlich kommen noch die üblichen Notfälle aus der Umgebung dazu, bei denen der Tierschutzverein helfend zur Seite steht. Erst gestern, am 9. Januar, wurde eine schwer verletzte Hündin mit klaffender Wunde am Bauch zur Not-OP eingeliefert. Hoffentlich wird sie durchkommen.

 

So sieht der zermürbende Alltag in der Tierschutzarbeit auf Kreta aus. Die Kosten für derartige Rettungsaktionen werden ausschließlich durch Spenden finanziert. Die Kivos versuchen hier so gut es geht zu helfen. Um die Tierfreunde vor Ort bei ihrer Arbeit zu unterstützen, stellt auch die Tierhilfe Süden e.V. den Räudehunden aus dem Ida Gebirge Mittel zur Verfügung. Wir bedanken uns bei allen Spendern, die es uns möglich machen hier zu helfen.


Was macht eigentlich unser Patenochse Lorenzo?

 

 

 

 

 

 

Zu Beginn des Jahres 2019 erreichen uns positive Neuigkeiten zu unserem „Lorenzone“, dem eine Tierschützerin vor mittlerweile 9 Jahren das Leben gerettet hat. Seit 2014 führt der zutrauliche Ochse ein beschauliches Leben auf dem italienischen Gnadenhof Fattoria della Pace IPPOASI. Kürzlich litt er unter einer langwierigen Augenreizung, die mit regelmäßigen Spülungen behandelt werden musste. Wir freuen uns über die Nachricht, dass sich Lorenzos Auge gebessert hat, und er die vielen sonnigen Wintertage auf der Farm in der Toskana in vollen Zügen genießen kann.


Was gibt es Neues bei Kostas Pappas?

Kostas Pappas bekam in letzter Zeit erneut viel Zuwachs in seinem Tierheim in Trikala. Ein Welpe wurde nachts über seinen Zaun geworfen, zwei herrenlose Hunde nahm er selbst von der Straße mit, einen alten Jagdhund fand Tierärztin Evgenia in erbärmlichem Zustand auf der Straße und fünf Hunde übernahm er von einem verstorbenen Tiersammler. Dieser alte Mann lebte mehrere Autostunden südlich von Trikala. Auf seinem Grundstück hielt er über 20 große Hunde. Er hatte sich zwar um die Tiere gut gekümmert, doch der alleinstehende Mann hatte nicht vorgesorgt, was nach seinem Tode mit den Hunden geschehen sollte. Fünf sind jetzt bei Kostas untergekommen und hoffen darauf, eines Tages wieder einen Besitzer zu finden. Tragischerweise wurden zwei vergiftete Hunde außerhalb des Tierheims gefunden. Um seine Tiere zu schützen blieb Kostas daher nichts anderes übrig, als sein weitläufiges Areal mit einem Zaun einzugrenzen. Über 200 Tiere nennen das Tierheim von Kostas Pappas ihr Zuhause. All diese Vierbeiner in gutem Zustand vorzufinden ist natürlich sehr zeit- und kostenintensiv. Dank Ihrer Spenden kann die Tierhilfe Süden e.V. hier ein monatliches Budget zur Verfügung stellen.


Impressionen aus dem winterlichen Trikala

Auch auf dem griechischen Festland können die Winter kalt und schneereich sein. Im schönen Trikala, wo Kostas Pappas' Tierheim liegt, bewegen sich die Temperaturen derzeit um den Gefrierpunkt. Um die über 200 Tierheim-bewohner (etwa 200 Hunde, 20 Katzen, 2 Esel, 1 Pferd und 1 Hängebauchschwein) vor der frostigen Kälte zu schützen, legen Kostas und sein Helfer Marius in allen Hütten und Schlafstätten regelmäßig frisches Stroh aus. Die Dächer hat er schon wetterfest gemacht. Die Hunde hält das nicht nur warm, sie haben auch sichtlich Freude daran im Stroh herum zu wühlen und zu tollen. Auch die ein oder andere Ziege verirrt sich so einmal in eine Hundehütte.


 

Auch in diesem Jahr stellen wir in unserem Rundschreiben all die Tierhilfeprojekte vor, die wir mit Hilfe Ihrer Spenden fördern und unterstützen können. Lesen Sie über aktuelle Herausforderungen, Probleme und Erfolge im Auslandstierschutz.

Blättern Sie hier online durch unser Jahresrundschreiben 2018. 

Gerne können Sie auch ein Exemplar bei uns anfordern.


Neue Errungenschaft für die Vierbeiner im Tierheim Demirtas – jetzt Rekonvaleszenz-Zentrum

Für die Hunde aus Demirtas ist heute schon Weihnachten! Sie freuen sich sehr über ihre neue, zweite Freilauf-fläche. Ursprünglich war in dem von der Stadt entworfenen Neubau des Tierheims Demirtas- jetzt Rekonvaleszenz Zentrum- kein Freilauf für die vielen Hunde eingeplant. Nach und nach gelingt es der Tierhilfe Süden e.V. dort artgerechtere Bedingungen für die Hunde zu schaffen, aber natürlich benötigen wir die Zustimmung der örtlichen Veterinärbehörde, um diese Baumaßnahmen durchzuführen. Unsere engagierte Koordinatorin Zehra Kocabeyoglu hat maßgebend dazu beigetragen, dass unsere Umbauwünsche berücksichtigt wurden.

Ein Freilaufgehege ist schon seit Monaten im Einsatz. Die Hunde freuen sich über jeden Lauf, und wir danken den türkischen Pflegern, dass sie es möglich machen, dass die Hunde regelmäßig in diesem Freilauf ihren Bewegungs-drang ausleben können. Im hinteren Bereich der Anlage, über Rampen, können die Tierheimbewohner jetzt auch abwechselnd in kleinen Gruppen ihr Gehege verlassen und sich auf der umzäunten Grünfläche die Beine vertreten. Die Freude ist groß, denn nach monatelangem eingesperrt sein, können die Hunde wenigsten für eine gewisse Zeit toben und spielen.

 

Liebe Mitglieder und Spender,

 

mit Hilfe Ihrer Spenden finanzierte die Tierhilfe e.V. diese beiden Freilaufgehege, stellte das Material sowie die notwendigen Arbeitskräfte zur Verfügung und kümmerte sich um den Aufbau, damit das Leben der Hunde im Rekonvaleszenz –Zentrum erträglicher wird, denn Hunde sind nun mal Bewegungstiere. Eingesperrt sein, in kleinen Räumen, auch wenn Verpflegung und Betreuung gewährleistet sind, führt zu Verhaltensstörungen. Deshalb war es uns eine Herzensangelegenheit,

hier eine – wenn auch begrenzte- Hilfestellung zu leisten.

 

  

Tierhilfe Süden e.V. wird auch im Jahr 2019 weiterhin bemüht sein, durch  Präsenz, Hilfestellung vor Ort, Ver-handlungen mit der Stadt Alanya und der zuständigen Veterinärbehörde Verbesserungen für die Lebensumstände der Hunde zu erreichen.   

 

Heidi Pickel

Vorsitzende 

 


Das traurige Leben der Kettenhunde

 

Nicht nur herrenlose Streuner führen ein armseliges Leben. So mancher Kettenhund würde sicherlich das Leben auf der Straße bevorzugen.

Ihr einziger Lebenszweck ist es, ein Grundstück zu bewachen. Kettenhundehalter legen ihren Wachhunden meist schon im Welpenalter die Kette um den Hals. Anstatt spielerisch die Welt zu erkunden, ist das Hundekind von nun an dazu verdammt, sein Dasein im Radius weniger Meter zu fristen. In manchen Fällen gehen die Vernachlässigung und Gleichgültigkeit der Besitzer so weit, dass dem heranwachsenden Hund nicht einmal ein entsprechend größeres Halsband gegönnt wird. Wir bekamen schon Hunde zu Gesicht, deren viel zu enge Halsketten ins Fleisch eingewachsen waren. Dass die Tiere unter unvorstellbaren Schmerzen leiden, nehmen die Hundehalter nicht wahr.

Leider hält sich unter Kettenhundebesitzern hartnäckig der Irrglaube, Tiere mit abgeschnittenen Ohren könnten noch besser hören. Um einen noch effektiveren Wachhund zu bekommen, verstümmeln auch heute noch einige Halter ihre Hunde - natürlich eigenhändig, ohne Betäubung, mit Scheren oder Messern.

In der Regel kümmern sich die Besitzer auch nicht um den nötigen Schutz ihrer Wachhunde vor Zecken und anderen Parasiten. Uns haben sich schon grauenvolle Bilder der Verwahrlosung geboten: Ohren, die voll und ganz mit Zecken besetzt waren, dutzende Zecken um die Augen – Parasiten sind für die Hunde eine Qual und auch nicht ungefährlich. Die Blutsauger können schwere Krankheiten wie Erlichiose übertragen. Die Tiere sterben elend, und die Kadaver landen einfach auf der nächsten Müllhalde. Schnell übernimmt ein neuer  Welpe den Platz an der Kette.

Tierärzliche Versorgung gibt es nur in seltenen Fällen. Kettenhunde werden weder geimpft noch kastriert.

Womit wir gleich beim nächsten Problem angelangt sind: Unkastrierte Hündinnen, die an der Kette leben, werden zweifelsohne von streunenden Rüden gedeckt. Die ungewollten Welpen gilt es nun wieder loszuwerden. Immer wieder finden Tierschützer auf grausame Art und Weise entsorgte Welpen.

Viele Kettenhunde sind der Witterung schutzlos ausgeliefert. Ihnen mangelt es oft an Schatten, Zugang zu frischem Wasser, Schutz vor Regen, Kälte oder Hitze. Auch bei der Ernährung wird nicht auf das Wohlergehen der Tiere geachtet. Viele Besitzer geben nur hartes oder gar schimmeliges Brot. Aus Hunger fressen die Tiere es trotzdem und werden krank. Darüber hinaus leidet so mancher Kettenhund auch noch unter Misshandlungen durch seinen Besitzer. Die Hunde werden als wertlose Sache gesehen.

 

Aus diesem Grund gestaltet sich die Hilfe für Kettenhunde besonders schwierig. Es ist unumgänglich, das Gespräch mit den Besitzern zu suchen. Hier ist viel Fingerspitzengefühl gefragt, denn fühlt sich ein Hundehalter belehrt oder gekränkt, erreicht man höchstens das Gegenteil. Wichtig ist es, den Besitzern zu vermitteln, dass die Tiere empfindsame Wesen sind.

Wir sind für ein generelles, europaweites Verbot der Kettenhundehaltung. Wir befassen uns mit diesem Problem jetzt auf politischer Ebene und erarbeiten eine Petition für die zuständigen Instanzen.