Aktuelle Meldungen

Unter diesem Menüpunkt berichten wir über aktuelle Ereignisse aus dem Tierschutz.

Die vergessenen Straßentiere der Kulturhauptstadt 2019 – Plowdiw

Die zweitgrößte Stadt Bulgariens feierte am 13. Januar den Auftakt des Kulturjahres. Die historisch bedeutsame Stadt blickt auf beinahe 8000 Jahre Siedlungsgeschichte zurück. Besucher können Spuren aus allen Epochen der Menschheitsge-schichte erleben. Tierfreunde werden aber auch die vielen hungrigen Straßentiere bemerken, die in der alten Stadt und Umgebung ein sehr trauriges Dasein fristen.

Für mehr Tierrechte in der Region setzt sich Gabriela Papadopova ein. Sie konnte dem Leid der Straßentiere nicht länger tatenlos zusehen. Überall findet man vergiftete oder überfahrene Streuner. Ausgesetzte, alte Tiere irren hilflos umher, und die vielen kleinen Welpen und Kätzchen, die kaum eine Chance aufs Überleben haben, brachen ihr das Herz. So gründete sie mit anderen Tierschützern 2011 den Verein “Auf Du mit der Natur“, um gemeinsam für das Wohl der Straßentiere zu kämpfen. Mit finanzieller Unterstützung aus Tierhilfe Südens Hilfsfonds „Leid Lindern“ retten sie kranke, verletzte, hungernde oder misshandelte Tiere von der Straße, versorgen diese und versuchen einen Pflegeplatz zu finden.

Den Tierschützern von „Auf Du mit der Natur“ liegt außerdem viel daran, die Situation der Straßentiere nachhaltig zu verbessern. Dafür setzen sie auf die Aufklärung von Schulkindern, um generell einen besseren Umgang mit Straßentieren zu lehren. Wesentlich sind auch die Kastrationskampagnen.


Ein arbeitsreiches Jahr für die Tierschützer in Vinkovci

Der kroatische Tierschutzverein Udruga Rocco Vinkovci kann mit Stolz auf die Jahresbilanz 2018 blicken. Der Verein konnte mit finanzieller Unterstützung durch Tierhilfe Süden e.V. im vergangenen Jahr sehr viel Gutes bewirken:

 

- 116 Hunde und Katzen wurden gerettet!

- 72 Hunde und Katzen wurden vermittelt!

- 106 Hunde und Katzen wurden kastriert!

 

Wir danken den Tierschützern vor Ort für den tatkräftigen Einsatz und bedanken uns bei unseren Spendern und Mitgliedern, ohne die unsere Hilfe hier nicht möglich wäre.

 

Hoffentlich wird auch 2019 ein erfolgreiches Tierschutz-Jahr!

 


Neuigkeiten zu den Räudehunden im Ida Gebirge

Tierhilfe Süden e.V. unterstützt auf Kreta den Tierschutzverein Kivo Kreta. Dieser hat gerade alle Hände voll zu tun, denn die verwahrlosten Räudehunde aus dem Ida Gebirge sind noch nicht alle gerettet. Auf dem Grundstück des älteren Herren lebten etwa 40 Jagdhundmischlinge – allesamt unkastriert, viele Welpen, die meisten krank! Einige Sorgenkinder hatten die Tierschützer sofort mit zum Tierarzt genommen, andere verblieben beim Besitzer, denn die Pflegestellen sind überfüllt.

 

Jetzt holten die kretischen Tierschützer in einer Eilaktion weitere Hunde, denn es ist Schnee angesagt, und die Tiere haben keine Hütten.  Besonders die Kleinen sind der Kälte schutzlos ausgeliefert, daher nahmen die Tierfreunde alle verbliebenen Welpen mit.

 

Die Tierschützer retten die Hunde aus dem Ida Gebirge nach und nach, doch die Pflegestellen um Rethymnon platzen aus allen Nähten. Schließlich kommen noch die üblichen Notfälle aus der Umgebung dazu, bei denen der Tierschutzverein helfend zur Seite steht. Erst gestern, am 9. Januar, wurde eine schwer verletzte Hündin mit klaffender Wunde am Bauch zur Not-OP eingeliefert. Hoffentlich wird sie durchkommen.

 

So sieht der zermürbende Alltag in der Tierschutzarbeit auf Kreta aus. Die Kosten für derartige Rettungsaktionen werden ausschließlich durch Spenden finanziert. Die Kivos versuchen hier so gut es geht zu helfen. Um die Tierfreunde vor Ort bei ihrer Arbeit zu unterstützen, stellt auch die Tierhilfe Süden e.V. den Räudehunden aus dem Ida Gebirge Mittel zur Verfügung. Wir bedanken uns bei allen Spendern, die es uns möglich machen hier zu helfen.


Was macht eigentlich unser Patenochse Lorenzo?

 

 

 

 

 

 

Zu Beginn des Jahres 2019 erreichen uns positive Neuigkeiten zu unserem „Lorenzone“, dem eine Tierschützerin vor mittlerweile 9 Jahren das Leben gerettet hat. Seit 2014 führt der zutrauliche Ochse ein beschauliches Leben auf dem italienischen Gnadenhof Fattoria della Pace IPPOASI. Kürzlich litt er unter einer langwierigen Augenreizung, die mit regelmäßigen Spülungen behandelt werden musste. Wir freuen uns über die Nachricht, dass sich Lorenzos Auge gebessert hat, und er die vielen sonnigen Wintertage auf der Farm in der Toskana in vollen Zügen genießen kann.


Was gibt es Neues bei Kostas Pappas?

Kostas Pappas bekam in letzter Zeit erneut viel Zuwachs in seinem Tierheim in Trikala. Ein Welpe wurde nachts über seinen Zaun geworfen, zwei herrenlose Hunde nahm er selbst von der Straße mit, einen alten Jagdhund fand Tierärztin Evgenia in erbärmlichem Zustand auf der Straße und fünf Hunde übernahm er von einem verstorbenen Tiersammler. Dieser alte Mann lebte mehrere Autostunden südlich von Trikala. Auf seinem Grundstück hielt er über 20 große Hunde. Er hatte sich zwar um die Tiere gut gekümmert, doch der alleinstehende Mann hatte nicht vorgesorgt, was nach seinem Tode mit den Hunden geschehen sollte. Fünf sind jetzt bei Kostas untergekommen und hoffen darauf, eines Tages wieder einen Besitzer zu finden. Tragischerweise wurden zwei vergiftete Hunde außerhalb des Tierheims gefunden. Um seine Tiere zu schützen blieb Kostas daher nichts anderes übrig, als sein weitläufiges Areal mit einem Zaun einzugrenzen. Über 200 Tiere nennen das Tierheim von Kostas Pappas ihr Zuhause. All diese Vierbeiner in gutem Zustand vorzufinden ist natürlich sehr zeit- und kostenintensiv. Dank Ihrer Spenden kann die Tierhilfe Süden e.V. hier ein monatliches Budget zur Verfügung stellen.


Impressionen aus dem winterlichen Trikala

Auch auf dem griechischen Festland können die Winter kalt und schneereich sein. Im schönen Trikala, wo Kostas Pappas' Tierheim liegt, bewegen sich die Temperaturen derzeit um den Gefrierpunkt. Um die über 200 Tierheim-bewohner (etwa 200 Hunde, 20 Katzen, 2 Esel, 1 Pferd und 1 Hängebauchschwein) vor der frostigen Kälte zu schützen, legen Kostas und sein Helfer Marius in allen Hütten und Schlafstätten regelmäßig frisches Stroh aus. Die Dächer hat er schon wetterfest gemacht. Die Hunde hält das nicht nur warm, sie haben auch sichtlich Freude daran im Stroh herum zu wühlen und zu tollen. Auch die ein oder andere Ziege verirrt sich so einmal in eine Hundehütte.


 

Auch in diesem Jahr stellen wir in unserem Rundschreiben all die Tierhilfeprojekte vor, die wir mit Hilfe Ihrer Spenden fördern und unterstützen können. Lesen Sie über aktuelle Herausforderungen, Probleme und Erfolge im Auslandstierschutz.

Blättern Sie hier online durch unser Jahresrundschreiben 2018. 

Gerne können Sie auch ein Exemplar bei uns anfordern.


Neue Errungenschaft für die Vierbeiner im Tierheim Demirtas – jetzt Rekonvaleszenz-Zentrum

Für die Hunde aus Demirtas ist heute schon Weihnachten! Sie freuen sich sehr über ihre neue, zweite Freilauf-fläche. Ursprünglich war in dem von der Stadt entworfenen Neubau des Tierheims Demirtas- jetzt Rekonvaleszenz Zentrum- kein Freilauf für die vielen Hunde eingeplant. Nach und nach gelingt es der Tierhilfe Süden e.V. dort artgerechtere Bedingungen für die Hunde zu schaffen, aber natürlich benötigen wir die Zustimmung der örtlichen Veterinärbehörde, um diese Baumaßnahmen durchzuführen. Unsere engagierte Koordinatorin Zehra Kocabeyoglu hat maßgebend dazu beigetragen, dass unsere Umbauwünsche berücksichtigt wurden.

Ein Freilaufgehege ist schon seit Monaten im Einsatz. Die Hunde freuen sich über jeden Lauf, und wir danken den türkischen Pflegern, dass sie es möglich machen, dass die Hunde regelmäßig in diesem Freilauf ihren Bewegungs-drang ausleben können. Im hinteren Bereich der Anlage, über Rampen, können die Tierheimbewohner jetzt auch abwechselnd in kleinen Gruppen ihr Gehege verlassen und sich auf der umzäunten Grünfläche die Beine vertreten. Die Freude ist groß, denn nach monatelangem eingesperrt sein, können die Hunde wenigsten für eine gewisse Zeit toben und spielen.

 

Liebe Mitglieder und Spender,

 

mit Hilfe Ihrer Spenden finanzierte die Tierhilfe e.V. diese beiden Freilaufgehege, stellte das Material sowie die notwendigen Arbeitskräfte zur Verfügung und kümmerte sich um den Aufbau, damit das Leben der Hunde im Rekonvaleszenz –Zentrum erträglicher wird, denn Hunde sind nun mal Bewegungstiere. Eingesperrt sein, in kleinen Räumen, auch wenn Verpflegung und Betreuung gewährleistet sind, führt zu Verhaltensstörungen. Deshalb war es uns eine Herzensangelegenheit,

hier eine – wenn auch begrenzte- Hilfestellung zu leisten.

 

  

Tierhilfe Süden e.V. wird auch im Jahr 2019 weiterhin bemüht sein, durch  Präsenz, Hilfestellung vor Ort, Ver-handlungen mit der Stadt Alanya und der zuständigen Veterinärbehörde Verbesserungen für die Lebensumstände der Hunde zu erreichen.   

 

Heidi Pickel

Vorsitzende 

 


Mittel aus unserem Hilfsfonds „LEID LINDERN“ kamen im vergangenen Monat zweimal Notfällen in Bulgarien zu Gute:

Tierschützerin Gabriela vom Verein „Auf Du mit der Natur“ rettete einen ausgesetzten alten Jagdhund, der auf der Straße umherirrte. Gluho, so heißt er jetzt,  leidet unter schwerer Demodikose. Später wurde außerdem festgestellt, dass er taub ist, vermutlich auf Grund einer akuten, starken Ohrenent-zündung. Gluho wird jetzt dank „LEID LINDERN“ mit den entsprechenden Medikamenten versorgt und ist bei einer Pflegestelle untergebracht.


Ein Bild der Grauens Bild bot sich den Tierschützern von „Auf Du mit der Natur“, als sie auf den schwer verletzten Rüden Chance trafen. Der Hund war brutal angeschossen worden, zwei Drittel seines Vorder-beines fehlten, der Rest baumelte vom Körper herab. Trotz der unvorstellbaren Schmerzen, die er gehabt haben muss, suchte der hungernde Straßenhund wacker nach Nahrung. Die Schussverletzung stammte von bei der Wildschweinjagd verwendeten Patronen. Tierschützer von „Auf Du mit der Natur“ brachten den armen Rüden sofort zum Tierarzt. Der erste konsultierte Veterinär plädierte auf einschläfern, doch die Tierfreunde holten noch eine zweite Meinung hinzu. Veterinäre in Sofia entschieden sich dafür, das Bein zu amputierten. Noch erholt sich Chance in der Klinik von dem Eingriff, den er gut überstanden hat. Seinen Namen erhielt er, da ihm durch den beherzten Einsatz der örtlichen Tierschützer mit finanzieller Hilfe durch Tierhilfe Süden e.V. die Chance auf ein neues Leben geschenkt wurde. Hoffentlich hat er ab jetzt Glück!


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Hier sehen Sie aktuelle Impressionen aus dem Tierheim Gazipasa.
VID-20181210-WA0001.mp4
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In der Winterzeit kann es in der Gegend um Gazipasa zu heftigen Niederschlägen kommen. Aufgrund der wiederkehrenden, starken Regenfälle mussten wir im Tierheim schon Baumaßnahmen vornehmen, dass in jedem der Freilaufgehege erhöhte Bereiche bestehen, die bei Überflutungen trocken bleiben. Weitere Verbesserungen sind geplant, doch die Materialkosten müssen durch Spenden gedeckt werden. Bitte unterstützen Sie uns dabei. Die Tierheimbewohner und das Team vor Ort hoffen, dass die Sonne nicht mehr lange auf sich warten lässt. 



Aus Kreta erreicht uns im Dezember 2018 diese aktuelle Meldung:

 

Sehr abgeschieden lebt im Ida Gebirge um Rethymnon ein älterer Herr mit fast 40 Hunden. Mit der Versorgung ist er völlig überfordert. Alle Tiere sind unkastriert und viele haben Räude. Als Futter bekommen sie einen Eimer mit Brot hingestellt. Auf dem Grundstück leben viele Welpen und trächtige Hündinnen, allesamt unterernährt und ausgetrocknet. Der Winter wird dort sehr hart und keiner der Hunde hat eine Hütte. Das Team aus Tierschützern vor Ort versuchte alles, den Tieren zu helfen. Am Anfang sträubte sich der Mann, doch dann ließ er sich von einer griechischen Tierärztin umstimmen. Jetzt ist Hilfe willkommen. Drei Hündinnen wurden sofort zur Kastration gebracht und fünf Welpen zum Tierarzt. 

Die Kosten für derartige Rettungsaktionen können leider nur mit Hilfe von Spenden aus dem Ausland gedeckt werden. Die Kivos versuchen so gut es geht mit Spenden zu helfen. Bitte helfen Sie uns dabei, die Kivos zu unterstützen.


Das traurige Leben der Kettenhunde

 

Nicht nur herrenlose Streuner führen ein armseliges Leben. So mancher Kettenhund würde sicherlich das Leben auf der Straße bevorzugen.

Ihr einziger Lebenszweck ist es, ein Grundstück zu bewachen. Kettenhundehalter legen ihren Wachhunden meist schon im Welpenalter die Kette um den Hals. Anstatt spielerisch die Welt zu erkunden, ist das Hundekind von nun an dazu verdammt, sein Dasein im Radius weniger Meter zu fristen. In manchen Fällen gehen die Vernachlässigung und Gleichgültigkeit der Besitzer so weit, dass dem heranwachsenden Hund nicht einmal ein entsprechend größeres Halsband gegönnt wird. Wir bekamen schon Hunde zu Gesicht, deren viel zu enge Halsketten ins Fleisch eingewachsen waren. Dass die Tiere unter unvorstellbaren Schmerzen leiden, nehmen die Hundehalter nicht wahr.

Leider hält sich unter Kettenhundebesitzern hartnäckig der Irrglaube, Tiere mit abgeschnittenen Ohren könnten noch besser hören. Um einen noch effektiveren Wachhund zu bekommen, verstümmeln auch heute noch einige Halter ihre Hunde - natürlich eigenhändig, ohne Betäubung, mit Scheren oder Messern.

In der Regel kümmern sich die Besitzer auch nicht um den nötigen Schutz ihrer Wachhunde vor Zecken und anderen Parasiten. Uns haben sich schon grauenvolle Bilder der Verwahrlosung geboten: Ohren, die voll und ganz mit Zecken besetzt waren, dutzende Zecken um die Augen – Parasiten sind für die Hunde eine Qual und auch nicht ungefährlich. Die Blutsauger können schwere Krankheiten wie Erlichiose übertragen. Die Tiere sterben elend, und die Kadaver landen einfach auf der nächsten Müllhalde. Schnell übernimmt ein neuer  Welpe den Platz an der Kette.

Tierärzliche Versorgung gibt es nur in seltenen Fällen. Kettenhunde werden weder geimpft noch kastriert.

Womit wir gleich beim nächsten Problem angelangt sind: Unkastrierte Hündinnen, die an der Kette leben, werden zweifelsohne von streunenden Rüden gedeckt. Die ungewollten Welpen gilt es nun wieder loszuwerden. Immer wieder finden Tierschützer auf grausame Art und Weise entsorgte Welpen.

Viele Kettenhunde sind der Witterung schutzlos ausgeliefert. Ihnen mangelt es oft an Schatten, Zugang zu frischem Wasser, Schutz vor Regen, Kälte oder Hitze. Auch bei der Ernährung wird nicht auf das Wohlergehen der Tiere geachtet. Viele Besitzer geben nur hartes oder gar schimmeliges Brot. Aus Hunger fressen die Tiere es trotzdem und werden krank. Darüber hinaus leidet so mancher Kettenhund auch noch unter Misshandlungen durch seinen Besitzer. Die Hunde werden als wertlose Sache gesehen.

 

Aus diesem Grund gestaltet sich die Hilfe für Kettenhunde besonders schwierig. Es ist unumgänglich, das Gespräch mit den Besitzern zu suchen. Hier ist viel Fingerspitzengefühl gefragt, denn fühlt sich ein Hundehalter belehrt oder gekränkt, erreicht man höchstens das Gegenteil. Wichtig ist es, den Besitzern zu vermitteln, dass die Tiere empfindsame Wesen sind.

Wir sind für ein generelles, europaweites Verbot der Kettenhundehaltung. Wir befassen uns mit diesem Problem jetzt auf politischer Ebene und erarbeiten eine Petition für die zuständigen Instanzen.