Aktuelle Meldungen

Unter diesem Menüpunkt berichten wir über aktuelle Ereignisse aus dem Tierschutz.

Aktiver Tierschutz in Lom

13.02.2020 - Auch wenn unsere Homepage in den letzten Monaten nicht so oft mit Aktualitäten beliefert wurde, so heißt das nicht, dass keine Projekte unterstützt wurden. In den von der Tierhilfe Süden e.V. geförderten Projekten ist wie immer allerhand los: Wie bei den Tierschützerinnen in Lom, die mit unserer Hilfe Straßentiere in der bulga-rischen Grenzstadt an der Donau versorgen. Notfallhilfe, Vermittlung, Tierarztbesuche und Kastration, Verpflegung mit Futter, Wasser und Medikamenten – Aneta, Daniela, Katja, Angel und die anderen Tierfreundinnen geben alles!

All diese Einsätze zur Rettung der Tiere sind mit Kosten verbunden. Ohne Unterstützung könnte vielen armen Vierbeinern nicht geholfen werden. Bitte bleibt der Tierhilfe Süden e.V. treu, damit wir auch in Zukunft helfen können!


 Zusammen für den Tierschutz!

 

Erfolgreiche Kooperation zum Wohle der Straßentiere in der bulgarischen Hauptstadt!

Die Ärzte und Pfleger aus unserem Kastrations- und Nachsorgezentrum in Bulgarien konnten dank Ihnen, liebe Spender, im vergangenen Jahr wieder Großes bewirken: 2019 wurden dort 498 Hunde und Katzen kastriert, gechipt, registriert und gegen Tollwut geimpft. Es ist kaum vorstellbar wie viel Tierleid dadurch zukünftig auf den Straßen Sofias verhindert wird. In den 90er Jahren schätzte man die Zahl herrenloser Straßentiere in Sofia auf 70.000. Ein schlimmes Elend! Seit der wunderbaren, langjährigen Kooperation der Veterinärmedizinischen Fakultät und dem postoperativen Nachsorgezentrum der Tierhilfe Süden e.V. hat sich die Situation schon merklich gebessert.  

Zudem wurden letztes Jahr 68 verletzte und kranke Straßentiere untersucht, behandelt und postoperativ versorgt. 68 Tiere, die ohne Hilfe auf der Straße jämmerlich gestorben wären.

Die alten und kranken Tiere, die im Nachsorgezentrum wohnen bleiben dürfen,  werden medizinisch sowie mit Nahrung versorgt. Nicht zu vergessen ist natürlich die liebevolle Zuwendung, die sie dort erfahren dürfen. Denn die Mitarbeiter vor Ort kümmern sich wahrlich fürsorglich.  Wir sagen Danke, an alle Ärzte und Pflegerinnen, die sich hier mit uns für die herrenlosen Tiere einsetzen.



Das traurige Leben der Kettenhunde

 

Nicht nur herrenlose Streuner führen ein armseliges Leben. So mancher Kettenhund würde sicherlich das Leben auf der Straße bevorzugen.

Ihr einziger Lebenszweck ist es, ein Grundstück zu bewachen. Kettenhundehalter legen ihren Wachhunden meist schon im Welpenalter die Kette um den Hals. Anstatt spielerisch die Welt zu erkunden, ist das Hundekind von nun an dazu verdammt, sein Dasein im Radius weniger Meter zu fristen. In manchen Fällen gehen die Vernachlässigung und Gleichgültigkeit der Besitzer so weit, dass dem heranwachsenden Hund nicht einmal ein entsprechend größeres Halsband gegönnt wird. Wir bekamen schon Hunde zu Gesicht, deren viel zu enge Halsketten ins Fleisch eingewachsen waren. Dass die Tiere unter unvorstellbaren Schmerzen leiden, nehmen die Hundehalter nicht wahr.

Leider hält sich unter Kettenhundebesitzern hartnäckig der Irrglaube, Tiere mit abgeschnittenen Ohren könnten noch besser hören. Um einen noch effektiveren Wachhund zu bekommen, verstümmeln auch heute noch einige Halter ihre Hunde - natürlich eigenhändig, ohne Betäubung, mit Scheren oder Messern.

In der Regel kümmern sich die Besitzer auch nicht um den nötigen Schutz ihrer Wachhunde vor Zecken und anderen Parasiten. Uns haben sich schon grauenvolle Bilder der Verwahrlosung geboten: Ohren, die voll und ganz mit Zecken besetzt waren, dutzende Zecken um die Augen – Parasiten sind für die Hunde eine Qual und auch nicht ungefährlich. Die Blutsauger können schwere Krankheiten wie Erlichiose übertragen. Die Tiere sterben elend, und die Kadaver landen einfach auf der nächsten Müllhalde. Schnell übernimmt ein neuer  Welpe den Platz an der Kette.

Tierärzliche Versorgung gibt es nur in seltenen Fällen. Kettenhunde werden weder geimpft noch kastriert.

Womit wir gleich beim nächsten Problem angelangt sind: Unkastrierte Hündinnen, die an der Kette leben, werden zweifelsohne von streunenden Rüden gedeckt. Die ungewollten Welpen gilt es nun wieder loszuwerden. Immer wieder finden Tierschützer auf grausame Art und Weise entsorgte Welpen.

Viele Kettenhunde sind der Witterung schutzlos ausgeliefert. Ihnen mangelt es oft an Schatten, Zugang zu frischem Wasser, Schutz vor Regen, Kälte oder Hitze. Auch bei der Ernährung wird nicht auf das Wohlergehen der Tiere geachtet. Viele Besitzer geben nur hartes oder gar schimmeliges Brot. Aus Hunger fressen die Tiere es trotzdem und werden krank. Darüber hinaus leidet so mancher Kettenhund auch noch unter Misshandlungen durch seinen Besitzer. Die Hunde werden als wertlose Sache gesehen.

 

Aus diesem Grund gestaltet sich die Hilfe für Kettenhunde besonders schwierig. Es ist unumgänglich, das Gespräch mit den Besitzern zu suchen. Hier ist viel Fingerspitzengefühl gefragt, denn fühlt sich ein Hundehalter belehrt oder gekränkt, erreicht man höchstens das Gegenteil. Wichtig ist es, den Besitzern zu vermitteln, dass die Tiere empfindsame Wesen sind.

Wir sind für ein generelles, europaweites Verbot der Kettenhundehaltung. Wir befassen uns mit diesem Problem jetzt auf politischer Ebene und erarbeiten eine Petition für die zuständigen Instanzen.