Kettenhunde Video

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Kettenhunde in der Türkei – wir klagen an

Projekt  Kettenhunde mit dem türkischen Helfer Ali

 

Für Hunde, die an  der Kette gehaltenen werden,  bedeutet dies  in allen Ländern  ein qualvolles Leben, die Türkei ist hier keine Ausnahme.  Schon die Welpen werden an eine  Kette gelegt. Diese jungen Tiere, die voller Spiel- und Bewegungstrieb herumtollen oder zumindest spazieren gehen sollten, werden zur Bewegungslosigkeit an einer viel zu kurzen Kette verdammt.  Das dem Welpen angelegte Metallhalsband wird dem Wuchs des Tieres nicht angepasst und beginnt irgendwann tief ins Fleisch einzuschneiden. Blutige Entzündungen und offene, tiefe  Wunden verursachen entsetzliche Schmerzen. So viel Gleichgültigkeit und Ignoranz der Qual dieser armen Tiere gegenüber macht uns fassungslos.  Diese armen Geschöpfe müssen  auch noch Leiden anderer Art ertragen. Man schneidet ihnen die Ohren ab, unternimmt nichts gegen Parasiten- und Zeckenbefall ungeheuren Ausmaßes, den Witterungsbedingungen, ob 50° im Schatten oder Regen und Kälte, sind die Hunde schutzlos ausgesetzt.

 

Die Ernährung besteht häufig nur aus schimmeligem Brot, das die Hunde in ihrer Not dennoch fressen und krank davon werden, vor allem das Gebiss leidet darunter. Der Willkür ihrer Besitzer sind sie völlig ausgeliefert, sie werden nicht nur geschlagen, sondern auch auch erschlagen, denn es ist ja kein Problem, den nächsten bedauernswerten Vierbeiner an die Kette zu legen. Ein großes Problem ist auch, dass weibliche, unkastrierte Hunde von streunenden Rüden ständig gedeckt werden. Die Welpen werden entsorgt. Sie gehen zum Bespiel elendiglich im Straßengraben zugrunde, wenn sie nicht durch Zufall von Tierschützern gefunden werden.  Dieses Dasein, das man nicht als Leben bezeichnen kann, ist noch qualvoller und elender als der Straßenhunde. Geahndet wird diese Tierquälerei nicht, sogar in Fällen, in denen Hunde mit kochendem Wasser übergossen oder angezündet wurden, schritten die Behörden nicht ein. Das Tier ist eine wertlose Sache, man sieht ihn ihm in der Türkei kein Schmerz und Leid empfindendes Wesen, Tierschutz ist ein Fremdwort.

 

Die Tierhilfe Süden e.V. ist schon lange bemüht, sich des  Problems der Kettenhunde anzunehmen. Das war nie einfach, da die Hundebesitzer angebotene Hilfe und Unterstützung nicht als Hilfeleistung ansehen, sondern  diese „Einmischung“ in ihre Angelegenheiten als persönlichen Angriff auf ihre Persönlichkeit werten. Man muss mit großer Sensibilität und Wissen über die Mentalität der Menschen vor Ort das Gespräch mit den Hundebesitzern suchen und sie davon überzeugen, dass ein gut gehaltenes und gesundes Tier ein Gewinn für sie ist. Sonst kann es geschehen (was leider mehrfach der Fall war), dass das Tier, dem eigentlich geholfen werden soll, der Leidtragende ist. Die Hundebesitzer sind eher geneigt, ihre Hunde umzubringen, um ihre Macht und ihren Besitzanspruch zu demonstrieren, als auf die Argumentation der Tierschützer einzugehen.

 

Die Tierhilfe Süden konnte in Demirtas den Streetworker Ali dafür gewinnen, sich um das Projekt Kettenhunde zu kümmern. Ali und seine Helfer sind bemüht, das Leben der Tiere erträglicher zu machen. Das kann dank Ihrer Spenden ermöglicht werden. Die Tiere bekommen zum Beispiel artgerechtes Futter und gerade jetzt in der fast unerträglichen Hitze Hundehütten, in denen sie Schutz vor den sengenden Sonnenstrahlen finden können.

Deshalb geht unser Dank an Sie, liebe Spender, und an Ali, der als Türke seinen Landsleuten mit seinem Beispiel hoffentlich humanen Umgang mit Tieren nahe bringen kann.

 

Das Los der Kettenhunde zu erleichtern war immer  eines unserer wichtigsten Ziele. Für diese verantwortungsvolle Aufgabe konnte die TIERHILFE SÜDEN e.V. nun den Streetworker ALI gewinnen. Nachfolgend informieren wir Sie, liebe Tierfreunde, über einige Hundeschicksale. In Zusammenarbeit mit Ali und seinen Helfern werden wir für die Tiere dringendst notwendige Hilfe leisten, was uns natürlich nur durch Ihre Spenden ermöglich wird.

Wir sind erschüttert über diesen Anblick. Offenbar hat man dieses arme kleine Kerlchen seinem Schicksal überlassen. Wie verzweifelt muss dieses Geschöpf gewesen sein, bevor es verhungerte oder erfror. Niemand hörte sein Winseln, seinen Schmerz (oder man hörte nicht hin).  Das darf keinem Tier geschehen, wir werden alles in Bewegung setzen, solchen Leiden zu verhindern.

Nachfolgende Fotos zeigen „Mara“, wie wir sie nennen. Sie lebt etwas oberhalb des Ortes Ciplaki, ca. 5 km von Alanya entfernt. Dort gibt es herrliche Villen mit traumhaftem Ausblick auf das Meer. Doch Mara lebt auf einem vernachlässigten Grundstück an einer Metallkette, schlecht versorgt, natürlich weder geimpft noch kastriert. Sie ist streunenden, unkastrierten Rüden hilflos ausgeliefert. Die Welpen, die sie gebären wird, nimmt man ihr weg und tötet sie. Wir hoffen auf Ihre Hilfe, damit wir Mara kastrieren und impfen lassen können.

Dieser schöne Kangal, dem wir den Namen Pascha gaben, ist so angekettet, dass er der Sonne ausgesetzt ist und den schützenden Schatten nicht erreicht. Auch Pascha muss kastriert werden und die notwendigen Impfungen erhalten. Außerdem benötigt er Futter und eine vor Sonne und Regen schützende Hütte.

Das kleine Mädchen „Lilly“ ist noch nicht mal sechs Monate alt und mit einem kurzen Strick an einem Baum befestigt. Auch Lilly ist den größten Teil des Tages der Sonne ausgesetzt. Zur Vermeidung der Trächtigkeit muss sie so früh wie möglich kastriert und natürlich geimpft werden. Wegen Mangelernährung sind Futter und auch eine Schutzhütte erforderlich.

Auch das zutrauliche, etwa zwei Jahre alte Mädchen „Cara“ muss  kastriert und geimpft werden. Die instabile Hütte muss durch eine neue ersetzt werden, tägliches Futter und Wasser sind dringend erforderlich.

Die schöne „Tara“, ca. sechs Jahre alt, lebt ca. 25 km von Alanya entfernt, auch sie an der Leine. Die schäbige Stellage bietet kaum Schutz, eine wetterfeste Hütte ist erforderlich. Auch sie muss kastriert und geimpft werden. Das Brot in der Schüssel zeigt die übliche Mangelernährung.

 

Wir danken allen Spendern, deren Hilfe es uns ermöglicht, diesen armen angeketteten Geschöpfen  das Leben etwas zu erleichtern.

Kontakt

 

Tierhilfe Süden e.V.

Hofangerstr. 82

81735 München

 

Mo. bis Fr. von 9:30-14:00 Uhr

 

Tel.: +49 89 39 77 22

Fax: +49 89 59 99 17 75

E-Mail: post@tierhilfe-sueden.de

 

Sparda Bank München

IBAN: DE97 7009 0500 0002 6269 00

BIC: GENODEF1S04

 

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