Bulgarien

Jahresbericht 2014 - „Auf Du mit der Natur”

Liebe Freunde der Tierhilfe Süden,

 

wir möchten uns herzlich bedanken, dass Sie unsere Kampagne „Leid lindern“ ermöglichen , uns helfen streunenden Tieren eine zweite Lebenschance und ein Zuhause zu geben.

Seit unserer alten Kampagne im September 2013 bis zum heutigen Tag haben wir, dank Ihrer Unterstützung und finanzieller Hilfe, mehr als 40 Tieren helfen können. Für manche kam leider jede Hilfe zu spät, wie zum Beispiel für den deutschen Schäferhund den wir aus dem Hundezwinger der Gemeinde vergiftet mit Parasiten geholt haben und die große Infektion des Katers Schrader, der in einem äußerst schlechten Zustand gefunden wurde. Andere haben die Chance bekommen sich an ihrem Lebensende einer guten Führsorge, Zärtlichkeit und Aufmerksamkeit zu erfreuen – wie der Cockerspaniel Malcho und die kleine Lisa. Wir haben ausgesetzte Babys geimpft, gepflegt und für sie ein Zuhause gefunden.

Wir haben für sie geweint und uns gefreut. Wir haben Weibchen kastriert, dessen Babies kaum eine Lebenschance hatten wenn man das Umfeld bedenkt in dem sie lebten. Wir haben dank Pflegefamilien einige ausgesetzte kleine Skelette aufgepäppelt. Wir haben Krätze und Pilzkrankheiten bekämpft und uns auf das neue Fell gefreut. Wir haben von Hunden gebissene Katzen geheilt und Hunde mit großen Tumoren operiert (Garry der jetzt auch ein wunderbares Frauchen hat). Eine Hund wurde gerettet der zwei Monate mit einer gebrochen Pfote herum laufen musste (er hat die Pfote zwar verloren, aber nicht sein Leben – Maminka). Bei den meisten Fällen handelte es sich um von Autos angefahrene Hunde. In diesen Fällen waren es komplizierte OPs mit schlimmen Verletzungen. Wir können aber auch stolz darauf sein, dass wir nach den OPs für alle Hunde und Katzen ein neues Zuhause finden konnten.

Wir versuchen vorwiegend in den kleineren Ortschaften zu arbeiten. Denn dort gibt es keine Organisationen, die in solchen Fällen helfen. Dort gibt es auch nicht so viele Menschen, die bereit sind sich um die streunenden Tiere zu kümmern. Deshalb ist es für uns so wichtig dort zur Hilfe zu eilen, wo nur  wenige helfen und kaum Verständnis von den Mitbürgern zu erwarten ist. So schaffen wir es, zu zeigen, das jedes Leben zählt und wertvoll ist und dass der gute Umgang mit den «Streunern» auf der Straße dich mehr zum Menschen macht.

Tagtäglich sehen wir so viele traurige Augen von streunenden Tieren. Wir kriegen hunderte Bitten um Hilfe. Es ist sehr schwierig zu entscheiden wem du helfen sollst und wem man absagen muss. Wenn du Hilfe verweigerst, weißt du, dass du vielleicht ein Tier dem Tod aussetzt. Daran gewöhnt man sich nie, aber es ist auch Teil der Arbeit.

So wie man sich an die schweren Fälle, wo man entscheiden muss ob man den Qualen des Tiers ein Ende setzten soll, nicht gewöhnen kann

(Maminka2 mit einer schwierigen Form von Staupe, angesteckt bei der Kastration in einem Zwinger von Sofia).

Entscheidungen zu fällen und zu helfen ist uns Verpflichtung, dass das Tier nicht wieder zurück auf die Straße muss. Deshalb überprüfen wir die Adoptiveltern regelmäßig.

Die größte Auszeichnung und Genugtuung für uns ist, wenn uns unsere ehemaligen streunenden Tierchen mit freudig wedelndem Schwanz  gemeinsam mit ihren Herrchen oder Frauchen empfangen.

Große Freude bereitet uns auch wenn wir sehen, dass sich die Einstellung der Menschen gegenüber den Tieren verbessert, auch wenn dies ein langsamer Prozeß ist.

Gabriela Papadopova, Verband „Auf Du mit der Natur” - Bulgarien

Dank unseres Hilfsfonds wurde ihnen geholfen

Gari

Die Behandlung des Hundes Gari, finanziert durch unseren Hilfsfonds Leid lindern begann schon im Januar,  ein Tumor am Vorderbein musste  entfernt werden.

Gari musste zur Beobachtung länger in der Klinik bleiben. Die histologische Untersuchung ergab ein Fibrosarcom.


Lori

Hier die Hündin Lori aus Botevgrad, die dringend operiert werden musste.
Sie hatte seltsame Schwellungen am Bauch.

Ihr Körper war mit  Wunden übersät – wir nehmen an, sie wurde von einem anderen Hund gebissen.
Während der OP wurde außer der Hernie auch Fettgebilde entfernt.
Bei einer Familie aus Botevgrad, die vor kurzem ihren  Liebling verloren hat, hat  Lori mittlerweile ein Zuhause gefunden.


Maminka

Maminka ist ein großer herrenloser Hund, der das Pech hatte, in der Stadt Devin zum Unfallopfer zu werden. (Devin ist eine kleine Stadt im Gebirge Rodopi) Dort gibt es nicht einmal ein  Krankenhaus für  Menschen.

 

Der Ort ist von bevölkerungreichen Gebieten sehr fern gelegen, in denen es veterinärmedizinische Hilfe gibt. Es wurde  ungefähr einen Monat lang nach Hilfe für den verunglückten Hund gesucht.
 Wir mussten Maminka in die Klinik Wita Weri in Stara Zagora einliefern (190 km entfernt).

Dort stellte sich heraus, dass der Hund als Folge der verspäteten Hilf eine schon stark entwickelte Knochenentzündung hatte,  der Gesamtzustand war nicht gut. Zumal das hintere Bein einen komplizierten Bruch hatte. Wir mussten die Entscheidung treffen, das Bein bis zum Kniegelenk entfernen zu lassen.
Der Hund blieb sieben Tage in der Klinik, während dieser Zeit wurde die Infektion teilweise unter Kontrolle gebracht.

 

Auch diesen zwei an Parvovirose erkrankten Welpen konnte geholfen werden