Das „Pfotenparadies“ in Marina di San Nicola bei Rom, ein Gemeinschaftsprojekt mit der Tierhilfe Süden e.V.

 

Petra Gilgert und ihre Mitstreiter,  Ehemann Sergio und Daniele von „Torre Argentina“ können auf ein erfolgreiches Jahr 2016 zurückblicken.  Es war ihnen gelungen, 439 Katzen einzufangen, davon 282 weiblich und 157 Kater, die alle kastriert wurden. Das bedeutet immerhin 1.753 kastrierte Katzen, seit mit dem Einfangen und Kastrieren begonnen wurde. 135 Katzen und 20 Hunde konnten vermittelt werden und fanden ein Zuhause. 

 

Wie sieht die Fürsorge für eingefangene Straßentiere aus? Hier einige Beispiele: Eine Katzenmutter mit vier Jungen, die uns gemeldet wurde, nahmen wir auf. Die Kleinen konnten vermittelt werden, doch die Mutterkatze hatte Verletzungen am ganzen Körper, da die Wunden nicht verheilen wollen, muss nach der Ursache gesucht werden.

 

Ein verletzter Kater wurde auf der Straße aufgelesen, ihm fehlte die Hälfte des Kinns. Er wurde operiert, wobei ein Test leider FELV positiv anzeigte (Felines Leukämievirus). Wegen der Ansteckungsgefahr, denn FELV ist durch Speichel übertragbar, sind damit erkrankte Katzen kaum vermittelbar. Doch nach intensiver Suche fand sich für ihn ein Plätzchen in Modena, ein Glücksfall.

 

Bei einem Fundkater, sehr lieb und verschmust, mußte der Schwanz amputiert werden. Der Kater kann nicht alleine Urin absetzen, was zu einer Blasenentzündung führte. Einschläfern kam für uns nicht infrage, denn ansonsten ist sein Blutbild perfekt. Nun hoffen wir, dass ein die Blasentätigkeit anregendes Medikament dem Kater helfen kann, selbständig zu pinkeln. 

 

Bei einem kleinen verletzten Kater wurde ebenfalls FELV positiv festgestellt. Wegen seines schlechten Zustandes musste er zwei Wochen bei der Tierärztin in Pflege bleiben. Ob auch ihm das Glück widerfährt, ein Zuhause zu bekommen, wird sich zeigen.

 

An den Weihnachtsfeiertagen wurde das Aussetzen eines jungen Hundes am Bahnhof beobachtet, doch konnte das Autokennzeichen leider nicht erkannt werden, da es zu schnell ging. Zum Glück waren Passanten über dieses herzlose Vorgehen empört und kümmerten sich um den kleinen Vierbeiner. Nach einem kurzen Aufenthalt in der Pension konnte das Tier vermittelt werden und in sein neues Heim in Rom umziehen. Ein glücklicher Ausgang, denn auf den winterlichen Straßen hätte der junge Hund wahrscheinlich nicht überlebt.

 

 


 

Straßentiere in Italien

www.pfotenparadies-gesucht.de

Ehemann Sergio baute dieses Katzenhaus
Ehemann Sergio baute dieses Katzenhaus

In Italien ist das Katzenelend groß.

Im EU-Land Italien ist seit einiger Zeit eine kleine Verbesserung in Sicht, es gibt hier nur Einzelkämpfer.

So wurde das Gesetz zum Wohle der Straßenkatzen geändert. Eine Frau hatte geklagt und gewonnen. Die Dame versorgte eine Katzenkolonie in einer Wohnanlage, was verboten war. Die Signora ging vor Gericht und gewann. Daraufhin wurden Katzen zu sozialen Haustieren erklärt, die weder misshandelt noch vertrieben werden dürfen.

Was den Tierschutz jedoch sehr erschwert, ist die egoistische Haltung der Tierärzte, wie in vielen Ländern. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass dem nicht geholfen wird, der ein Kätzchen auf der Straße findet. Die Menschen werden nicht über Kastrationen, Krankheiten wie FIV und FELV aufgeklärt. Dies resultiert aus dem Profitdenken der Tierärzte. Solange es arme Hunde und Katzen gibt, blüht das Geschäft.

So ist die Arbeit von uns Tierschützern ein Wettlauf gegen die Unvernunft, Ignoranz und Egoismus von Tierärzten, Tierlager-Betreibern und auch Gesetzgebern.

Aufklärung an Schulen und Kindergärten durch Behörden ist ein Fremdwort. Hilfe von anderen Ländern wird nur dann gern angenommen, wenn es sich um finanzielle Unterstützung handelt. Organisierte Kastrationsaktionen werden mit so vielen Auflagen und bürokratischen Schwierigkeiten belegt und dadurch im Keim erstickt.

Petra Gilgert, San Nicola

Tierschützerin Petra Gilgert mit Daniele vom Tierheim Torre Argentina in Rom

Partner



Wir stellen Petra Gilgert vom Projekt „Straßentiere in Italien“ vor:

www.pfotenparadies-gesucht.de

 

Im Jahr 2008 wandte sich Petra Gilgert mit einem Hilferuf an die Tierhilfe Süden e.V. . Petra lebt seit 1996 in Italien – davon die ersten sieben Jahre im Zentrum Roms und seit 2003 ca. 30 km nördllich von Rom direkt am Meer. In Marina di San Nicola gibt es unzählige Straßenkatzen, die im Sommer von Urlaubern gefüttert werden und den Rest des Jahres ums pure Überleben kämpfen.

 

Durch die finanzielle, fachliche und persönliche Unterstützung der Tierhilfe Süden konnte seit diesem Zeitpunkt ein hervorragendes Netzwerk zum Schutz der Tiere aufgebaut werden:

 

1.)  Die Tierhilfe Süden stellt die Versorgung der Straßenkatzen sicher, somit können vor Ort mehrere große Katzenkolonien gefüttert und in Notfällen auch medizinisch betreut werden.

 

2.)  In Zusammenarbeit mit dem Tierheim in Furbara und deren Leiterin Rita Papi und Tochter Carlotta hilft das Projekt bei der Vermittlung von Tieren aus diesem Tierheim, organisiert Sach- und Futterspenden und unterstützt bei Kastrationsaktionen. Im Gegenzug können wir alle Fundtiere zu Rita bringen, auch kranke sowie verletzte Tiere und Rita garantiert für deren Aufnahme und Versorgung.

 

3.)  Einen weiterer wichtiger Teil des Netzwerks ist Daniele, Mitarbeiter des Gattile Torre Argentina. Dort dürfen wir pro Woche zwei Katzen kostenlos kastrieren lassen.


Bitte helfen Sie uns und unterstützen Sie unser Projekt, damit wir noch vielen weiteren Tieren zu einem glücklichen und lebenswerten Dasein verhelfen können!

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch auf unserer Homepage: www.pfotenparadies-gesucht.de


Kontakt

Tierhilfe Süden e.V.

Hofangerstr. 82

81735 München

 

Mo. bis Fr. von 9:30-14:00 Uhr

 

Tel.: +49 89 39 77 22

Fax: +49 89 59 99 17 75

E-Mail: post@tierhilfe-sueden.de

 

Sparda Bank München

IBAN: DE97 7009 0500 0002 6269 00

BIC: GENODEF1S04

 

Besuchen Sie auch unsere Facebook Seite!

 

Sie können unsere zu vermittelnden Tiere auch unter 

Tiervermittlung.de 

ansehen

 

Schriftvergrößerung aller Eintragungen durch das Drücken der Tasten

Strg und + möglich.