Aktuelle Information: Ab Januar 2018 ist es leider nicht mehr möglich, Sachspenden an die Firma ITG GmbH zu senden. ITG hat die Transporte nach Malta eingestellt. Leider erreichte uns diese Information zu spät, um in unserem Rundschreiben noch aufgenommen zu werden.

 

Tierschutz auf Malta

Eine sonnenverwöhnte Insel im Mittelmeer, auf der Tiere unendlich leiden

Wer auf Malta Urlaub macht, Sonne, Meer und Landschaft genießt, bemerkt wohl selten, wozu die freundlichen Inselbewohner fähig sind. Seit vielen Jahren prangert die Tierhilfe Süden die dortigen Missstände an, denn ein [Urlaubs]paradies finden nur Touristen vor. Für eine große Anzahl von Tiere hingegen, bedeutet das Leben dort die Hölle. Malta hält sich ungeachtet der Mitgliedschaft in der EU nicht an die Richtlinien des Europäischen Tierschutzgesetzes.

Gegen das Tierelend kämpft der  Verein AAA – Association of Abandoned Animals (Vereinigung für verlassene Tiere) engagiert und couragiert an und wird seit Jahren hierbei von der TIERHILFE SÜDEN e.V. finanziell unterstützt.

Straßentiere, Kettenhunde und für Hundekämpfe missbrauchte Hunde sind die großen Sorgenkinder der Tierschützer. Der Versuch, ein Verbot der Kettenhaltung zu erwirken, scheiterte, doch der Kampf geht weiter. Die Hundekämpfe zu verbieten, scheint schier aussichtslos, die Befürworter dieses grausamen Spektakels sind zu mächtig. Ein merkwürdiges Vergnügen, sich an diesem blutigen Schauspiel zu ergötzen. Das Schlimmste kommt zum Schluss: An den bedauernswerten Verlierern rächen sich Besitzer grausam. Sie werden aufgehängt, aber so, dass die Qual möglichst lange dauert. Aber man zündet sie auch an und läßt sie bei lebendigem Leib verbrennen. Der Aufschrei der Tierschützer verhallt ungehört. Die Insel zu meiden, damit eine Lebensader, der Fremdenverkehr, zum Erliegen kommt, wäre ein probates Mittel. Aber wer will schon auf das Wellenreiten verzichten. Behörden und Tierschutzbeauftragte der EU sehen und hören nichts. Damit bleiben die unvorstellbaren Qualen der Tiere ungesühnt.

Die Tierschützer von  AAA müssen noch ein aktuelles Problem bewältigen, denn ihr in einem Industriegebiet liegendes Tierheim soll der weiteren Bebauung weichen. Bei der Suche nach Ersatz wurde nun ein verlassenes Gebäude entdeckt, das man hofft, entsprechend herrichten zu können. Alles auch eine Geldfrage.

Extrem trockene Sommer bedeuten für viele ausgesetzte Tiere den Tod. Viele Tierschicksale sind für Tierschützer schwer zu verkraften. Zum Beispiel die arme Lorenza, der man entweder versuchte, die Rute abzureißen oder sie daran aufhängte. Sie muss entsetzlich gelitten haben. Oder Mark, der angefahren und schwer verletzt liegen gelassen wurde. Sein Bein war nicht mehr zu retten.  Eine Zuchthündin, Darlene, hatte ausgedient.  Nach wahrscheinlich unendlichen Geburten hatte sie Tumore entlang der Brustleiste und wurde einfach auf die Straße gesetzt.

Die Katzenpopulation vermehrt sich trotz der Kastrationen zusehends. Bei aller Mühe sind nicht alle Katzen einzufangen.

Die Tierschützer auf Malta arbeiten in ihrer Freizeit ehrenamtlich und geben zum Glück trotz aller Rückschläge und Niederlagen nicht auf. Aber sie müssen viel verkraften. Ermutigt werden sie durch die jahrelange Finanzierung von Kastrationen, Futter und Tierarztkosten durch die TIERHILFE SÜDEN e.V. „Ohne Eure Hilfe“, schreiben sie, „wäre nur ein Bruchteil unserer Arbeit finanzierbar. Wir könnten nicht überleben“. Deshalb geben wir diese Bitte an Sie, liebe Spender weiter. Helfen Sie auch zukünftig, denn nur durch Ihre Tierliebe kann diesen armen Vierbeinern geholfen werden.

 

Malta – Land des Widerspruchs – Land der Kirchen und der Frommen

 

Der Kirchgang auf Malta gehört zum Leben, man ist fromm oder demonstriert seine vermeintliche Frömmigkeit. Im Widerspruch dazu steht der Umgang mit Gottes Geschöpfen, den Tieren, deren Leiden man gleichgültig gegenüber steht. Ignoranz und Wegschauen prägt den Umgang mit den Tieren, Helfen und Erbarmen sind Fremdwörter.

Es schert nur wenige, wenn Hunde jahrelang an der Kette hängen und durch glühende Hitze, mangelnde Versorgung und Mißhandlungen fürchterlich leiden müssen. Die Farmer gehen mit Hunden, Katzen und sogar Nutztieren gnadenlos um. Eine Schande für dieses Land und seine Menschen.

Bitte lesen Sie den kleinen Beitrag von Christine Peters aus Malta, die Bilder sprechen für sich.

Alistair ist ein wunderschöner Hund. Er lebte auf einer Farm nahe Zabar. Der arme Knopf wurde als Welpe angekettet und diese Kette wurde während seines Wachstums nicht mehr verändert. So wuchs diese Kette in das Muskelgewebe seines Genicks ein, ein unvorstellbarer Schmerz für dieses arme Tier, das jahrelang unter Qualen gelitten hat. Ein Elend, das seinen Besitzer als Mensch ohne Herz und Gnade unberührt ließ.

Wir haben Alistair operieren lassen. Diese Operation hat uns zusammen mit der dabei vorgenommenen Kastration 480,-- € gekostet. Projekt „Leid lindern“ der Tierhilfe Süden e.V. hilft in solchen Fällen.

C. Peters

 


Grausamkeiten auf der Trauminsel Malta

Auf    M A L T A   herrschen erschreckende Zustände

Es gibt keine Hundehaltung nach z.B. deutschen Standards. Hunde werden von Bauern nur gehalten, um die Bauernhöfe rattenfrei zu halten.
Solange sie zu fressen haben, bleiben sie in der Nähe der Farmen und vermehren sich unkontrolliert. Die Farmer geben keinen Cent für die Hunde aus, weder für artgerechtes Futter, noch für den Tierarzt. Deshalb werden die Hunde weder geimpft noch entwurmt. Ihr Zustand ist  erschreckend, oft stehen Hunde knietief in ihren eigenen Exkrementen und haben offene Wunden.
Unter den freilaufenden Tieren sind Kämpfe an der Tagesordnung, sogar Welpen werden gefressen, wenn der Hunger übermächtig wird. Trotzdem nimmt die Population zu und irgendwann werden dann die Hunde  von den Bauern vertrieben.
Zu den ausgesetzten Hunden gehören neuerdings auch Jagdhunde, da ein neues Gesetz auf Malta die Jagd einschränkt und deshalb diese Hunde auf die Straße gesetzt werden.
In den Touristenorten sieht man nicht, was sich in ländlichen Gebieten abspielt. Welpen werden in Kartons der glühenden Sonne ausgesetzt und verdursten, Hunde werden über die Klippen ins Meer geworfen, ein gnädiger Tod im Vergleich zu dem, was man ihnen sonst noch antut: Füße abhacken, lebendig verbrennen. Manche Hunde hinken verletzt dahin, den Körper voller Schrotkugeln, da man gerne auf sie schießt.
Die man am Leben lässt, haben kein Leben. An viel zu kurzen Stricken, die tief in den Hals einschneiden, im Freien angebunden, können sie sich kaum bewegen, sind gnadenlos den Witterungsbedingungen ausgesetzt.
Christine Peters und ihre Mitstreiterinnen im Kampf gegen dieses Unrecht sammeln diese Ärmsten nicht nur von der Straße auf, um sie medizinisch zu versorgen, zu kastrieren und hochzupäppeln, sie  gehen auch zu den Bauern und überreden diese, ihre Hunde kastrieren zu lassen.
Wenn es nichts kostet, ist mancher bereit, zuzustimmen. Dann packen die Tierschützer die Hunde ganz schnell ins Auto, bevor der Bauer es sich anders überlegt.
Auch die bedauernswerten Katzen sind der Grausamkeit und Willkür selbst schon von Kindern ausgesetzt, die Schwänze oder Ohren abschneiden, die armen Tiere mit Säure übergießen oder in Farbe eintunken. Auch Augen werden ausgestochen, eine unvorstellbare Art der Tierquälerei.
Die Tierschützerinnen haben ein großes Kastrations-Programm für Straßenkatzen aufgebaut. Sie werden eingefangen, von Veterinären kastriert und gesund gepflegt. Anschließend werden sie auf den alten Futterplatz zurückgebracht, denn das Tierheim AAA Malta ist nicht in der Lage, alle Tiere dauerhaft aufzunehmen.
Die Tierhilfe Süden e.V. unterstützt die Kastration und Versorgung (Futter, medizinische Behandlung) dieser  Hunde und Katzen monatlich.
Christine Peters, AAA Malta, Adresse: PO Box 24, Hamrun. Malta
Telefon:  00356 79456449   E-Mail info@aaamalta.com

Hunde einfach entsorgen

Nach vielen Jahren des Kampfes wurde im Juli 2011 ein Gesetz eingeführt, das Besitzer von Hunden verpflichtet, diese zu chippen. 

Da diese Pflicht zu chippen auch eine Registrierung im staatlichen Register nach sich zieht, werden jetzt viele Hunde einfach auf der Straße ausgesetzt. So macht man das!

Die Jäger überbieten sich an Grausamkeit

Nach der Einschränkung der Vogeljagd verlieren viele Jagdhunde jetzt ihr Zuhause. Es geht eine Welle der Entsorgung los. Wir versuchen zwar zu helfen wo wir können, doch mit 140 Hunden ist unser Tierheim überbelegt.

Alle anderen Tiere werden kastriert, einige Tage nachversorgt und dann wieder an ihren Auffindungsort oder Farm oder Futter-Colony zurückgebracht.

Grausamkeiten spielen sich mehr in den unbewohnten Gegenden ab. Hier werden Welpen in Kartons gestopft und dem elenden Verdursten ausgesetzt. Bei 40 Grad im Schatten werden sie einfach in der prallen Sonne abgestellt. Unglaublich gedankenlos!

Ein unglaublich grausames Volk

Hunde werden über die Klippen geworfen, dem sicheren Ertrinken ausgesetzt. Ihnen werden Beine abgehackt - so können sie nicht davonlaufen -, um sie dann lebendig zu verbrennen!

Viele Hunde haben Schrotkugeln im Körper, da die Jäger auf alles schiessen, was sich bewegt.

Malta ist ein katholisches, tiefgläubiges Land. Wie lässt sich diese Grausamkeit mit der Ethik des christlichen Glaubens vereinbaren? Unfassbar! Auch bei den Katzen ist es unvorstellbar, wie grausam schon Kinder sind. Schwänze oder Ohren abschneiden, sie mit Säure übergießen, in Farbe tunken, Augen ausstechen. Die Quälereien sind menschenunwürdig!

Betonen möchten wir, dass die THS e.V.den Katzen-Frauen, die sich um die herrenlosen Strand- und Hotel-Katzen kümmern - Janine Vella, Josephine Grima und Victoria Zammit - für die mehr als 80 Kazten in 7 Kolonien - Futtergeld gibt, damit die Katzen nicht verhungern. Auch viele Kastrationen bezahlen wir.

Liebe Tierfreunde, unser Kampf hier scheint oft aussichtslos! Doch wenn wir sehen, dass wir nicht allein sind, dass Sie uns untersützen, um den Tieren zu helfen, wie könnten wir da aufgeben?

Herzlichen Dank an die TIERHILFE SÜDEN.

 

Viele dankbare Grüße aus Malta

Ihre Christine Peters, 

Projektleitung

 

Sachspenden:

Bedauerlicherweise erreichte uns die Mitteilung der Firma ITG GmbH erst nach Versand unseres Rundschreibens. Die Spedition hat ab Januar 2018 den Transport nach Malta eingestellt, deshalb können Sachspenden für Malta nicht mehr angenommen werden. Eine anderes Lösung können wir noch nicht anbieten.

 


Bild oben: Der Strick hat sich in seinen Hals geschnitten. Angebunden 24 Stunden, ein ganzes Leben.

Oft können sie sich nicht hinlegen, weil der Strick zu kurz ist.

Hund an den Krallen aufgehängt. Überlebt!



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Projektbericht
Lesen Sie hier diesen Projektbericht.
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Die Helferinnen ...

Das Füttern und Tränken, das Reinigen der Gehege, der Innen- und Außenparzellen, des Innenhofs, sowie die nötigen tierärztlichen Behandlungsmaßnahmen der vielen Durchfall-Kandidaten nimmt täglich sechs Stunden Arbeit in Anspruch. Wie eine junge Frau mit Säugling fast täglich diese körperlichen Strapazen alleine schaffen kann, grenzt an ein Wunder.

Zeckenbehandlung mit ...



Die Frauen befreien die Welpen von Zecken. In der Mitte sehen Sie Frau Christine Peters, unsere deutsche Kontaktperson.
Sie schreibt: Es ist viel Ruhe in unser Tierheim eingekehrt, seit die TIERHILFE SÜDEN e.V. und all die Spender uns unterstützen. Durch die vielen Decken und Tücher, die wir bekommen hatten, war es wohl der erste Winter seit Jahren, in dem die Tiere nicht so furchtbar gefroren haben. Der erste Winter seit langem, in dem kein Tier eine Lungenentzündung hatte! Man kann es nicht glauben, wenn man die Winter in Malta nicht selbst miterlebt. Zwar sinkt die Temperatur fast nie unter 14 Grad, aber durch die enorme Luftfeuchtigkeit fühlen sich diese 14 Grad kälter an als 0 Grad. Alles ist feucht und klamm!

Wenn Sie einen Hund aus Malta adoptieren möchten, kontaktieren Sie bitte unsere Vertrauensperson,

Christine Peters: Tel. 00356 / 79 45 64 49 · E-Mail: euroserv@maltanet.net

Sie wird Ihnen behilflich sein.


Was gibt es über die Kampfhunde zu berichten ...

 

Es ist etwas ruhiger geworden, aber die Kämpfe finden nach wie vor statt. Auch die Entsorgung der schwerverletzten oder toten Tiere ist nicht mehr so dreist, denn Freddy Fenech findet jeden dieser zerfetzten Hunde, da er ständig unterwegs ist.

 

Viele Schusswaffen in Malta ...

 

In Malta gibt es 89.000 registrierte Schusswaffen. Da die Jäger abknallen, was immer sich bewegt, fällt es nicht auf, wenn mal ein Knall mehr zu hören ist. Ständig werden angeschossene Hunde und Katzen auf den Straßen, in Straßengräben gefunden. Die Jagdsaison auf unsere geschützten Vögel hat jetzt im Herbst ebenfalls begonnen. Bravo!

 

Dieser Welpe mußte leider eingeschläfert werden ...

Leider ein Todeskandidat mit Tumoren im Bauch ...


Ein Anruf führte zu einer Frau, die völlig verwahrlost mit über 40 Hunden, darunter vielen Welpen, hauste. Die Tiere waren knapp vor dem Verhungern. Hier sehen Sie die unerschrockene Rosalind, wie sie anpackt und die Hunde befreit. Starke Frau!