Abschiednehmen tut weh!

 

Liebe Tierfreunde,

eine lange Periode, während der die Straßenkatzen von Playa del Ingles auf Gran Canaria von ihrem Schutzengel gefüttert, kastriert und versorgt wurden, ist zu Ende gegangen. Hildegund Willwacher mußte nach Deutschland zurückkehren, um nun selbst versorgt zu werden, da sich ihr Gesundheitszustand dramatisch verschlechtert hat. Die hier nachzu- lesenden Berichte über ihre unermüdliche Sorge für die Streunerchen gehören nun der Vergangenheit an. Wer sich jemals um Tiere gekümmert hat, kann nachvollziehen, wie sehr Frau Willwacher in Gedanken auf der Insel ist, wie traurig sie die Ungewißheit macht, was nun aus ihren Sorgenkindern geworden ist.

Wenn Sie, liebe Tierfreunde, dies lesen und vielleicht auf Gran Canaria in der Region Playa del Ingles urlauben und auf Straßenkatzen aufmerksam werden, lassen Sie uns doch bitte wissen: Haben Sie bemerkt, dass sich jemand um die Tiere kümmert? Werden sie gefüttert? Sehen sie gesund aus? Über Nachricht und ggf. Fotos per mail an: post@tierhilfe-sueden.de würden wir uns freuen.

Nach wie vor hoffen wir, dass ein neuer Schutzengel auftaucht und die Fürsorge für die Samtpfoten übernimmt. Bitte melden Sie sich bei uns.


N O T F A L L

SCHUTZENGEL GESUCHT AUF GRAN CANARIA

 

Nach 16-jährigem Engagement für die Straßenfeger von Gran Canaria ist die gute Seele der canarischen Katzen, Frau HILDEGUND WILLWACHER, gesundheitlich nicht mehr in der Lage, ihre Schützlinge zu versorgen.

 

Vor mittlerweile 16 Jahren wollte sich Hildegund Willwacher nach einem arbeitsreichen Leben den Traum so vieler Rentner ermöglichen: wärmende Sonnenstrahlen, blaues Meer und Müßiggang. Frau Willwachers Entschluss, dies in Playa del Inglés auf Gran Canaria zu verwirklichen, nahm dann etwas andere Formen an, denn als Tierfreundin sah sie hin, wo andere peinlich berührt wegschauen und was sie da sah, gefiel ihr nicht. Ausgemergelte, kranke Kätzchen auf der Suche nach etwas Eßbarem, ein Bild des Jammers. Frau Willwacher konnte nicht anders, sie kaufte Futter und damit begann eine lebenslange Fürsorge für ihre Streunerchen, die ihr nach all den Jahren ans Herz gewachsen sind. Es blieb nicht beim Futter, denn es war ihr klar, dass das Problem der stets wachsenden Katzenpopulation ebenfalls gelöst werden muss. Damit begannen die Tierarztbesuche, die Kastrationen, Impfungen, medizinische Versorgung. Bei durchschnittlich 120 Katzen für eine Seniorin mit schmaler Rente nicht zu schaffen. Die Tierhilfe Süden e.V., von Frau Willwacher um Hilfe gebeten, überzeugte sich von deren guter und selbstloser Hilfe für die Tiere und übernahm neben Futterzuschüssen auch die Kosten für Kastrationen und medizinischer Versorgung.

 

Frau Willwacher hat sich aufopfernd um die Katzen gekümmert, wobei sie sich gegen Repressalien und Beschimpfungen zur Wehr setzen mußte. Ihr Engagement wurde nicht gerne gesehen, sogar ihre eigenen Landsleute feindeten sie an. Die Liebe zu ihren Tieren ließ sie durchhalten, doch jetzt ist Hildegund Willwacher am Ende ihrer Kraft.

 

Dringend Hilfe gesucht

Da – wie oben geschildert – Frau Willwacher sich nach vielen Jahren Fürsorge und tierschützerischen Engagements außerstande sieht,  ihren täglichen Aufgaben  nachzukommen, sucht sie dringend Hilfe.  Jeder Tierfreund kann nachempfinden, wie schwer ihr ums Herz wird bei dem Gedanken,  ihre Tiere unversorgt zurück lassen zu müssen. Noch bemüht sich Frau Willwacher trotz ihrer Beschwerden täglich zu den Futterplätzen, aber sie sucht dringendst Hilfe und mittelfristig jemanden, der ebenfalls ein großes Herz für Katzen hat und bereit ist, sich für die Samtpfoten zu engagieren. Es wäre wunderbar, wenn einem Ruheständler Sonne und Meer auf Dauer zu wenig werden und er oder sie eine sinnvolle Aufgabe gerne übernehmen und helfend einspringen würden.


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"Vielleicht wäre es gut, wenn die Welt von Katzen regiert würde. Dann gäbe es in den höchsten Ämtern endlich ausreichend Klugheit, Instinkt, Einfühlungsvermögen, Beharrlichkeit und Energie."

Anna Magnani

 

Frau Willwacher schreibt:

Liebe Damen der Tierhilfe Süden,

wieder einmal herzlichen Dank für Ihre Finanzspritze, die im genau richtigen Moment kam. Denn ich war in meiner "alten Heimat" Deutschland, habe vorher sehr viel Futter eingekauft und nachher dem Ehepaar, das abends das "Essen auf Rädern" ausfährt, 200 EUR für die Hilfe bezahlt. Wenn meine Schweizer Freunde nicht zweimal im Jahr hier vier Wochen urlaubten und selbstlos die morgendliche Futtertour übernähmen, käme ich gar nicht mehr nach Deutschland. Insgesamt waren sechs Helfer im Einsatz für das, was ich sonst alleine durchziehe.

Während meiner Abwesenheit wurden mehrere Kartons mit vier Wochen alten Kätzchen ohne Mutter ausgesetzt. Zwei konnte ich hier vermitteln, vier weitere hat meine Bekannte in Stuttgart aufgenommen, zusammen mit einem total verängstigten Mutterkätzchen als Ersatzmama. Dieses hatten Bekannte auf dem Markt freigekauft. Martina aus Stuttgart vermittelt super Problemtiere - habe von den Adoptiveltern in Deutschland regelrechte Dankesbriefe. Ich schicke wirklich fast nur hoffnungslose, schwierige Fälle nach Deutschland. Wo soll ich hier - ohne Tierheim - mit vier Wochen alten Tieren hin? Die älteren lasse ich kastrieren und setze sie an einem meiner Futterplätze wieder aus.

Nun kommt sie wieder, die "heiße Phase" des Jahres - mir graut davor. Aber ich kann nicht weg - die Tiere brauchen mich. Sie hätten noch nicht mal Wasser!

Ihnen nochmals vielen Dank und einen schönen Sommer und viel Erfolg bei Ihren Hilfen.

Alles Gute von Hildegund Willwacher

Bitte helfen Sie uns, damit wir weiter dieser wunderbaren Frau und ihren Katzen helfen können.

Liebe Tierhilfe Süden,

 

ich lebe seit vier Jahren auf GRAN CANARIA, in Playa del Ingles, und betreue privat an die 160 Katzen auf 30 verschiedenen Futterplätzen. Morgens und abends jeweils drei Stunden. Ich war eigentlich nach 30 Jahren Dienst im Krankenhaus auf die Insel gekommen, um endlich einmal etwas für mich selbst zu tun. Angesichts des Tierelends hier wurde mir ganz schnell klar, dass ich helfen muss. Nun habe ich mindestens so viel Stress wie früher und bin dazu noch den übelsten Beschimpfungen meiner deutschen Landsleute ausgesetzt!

Die meisten Hotels hier sträuben sich gegen Futterhäuser und Kastrationen. Die Gärtner haben dann die armen "Kinder" zu entsorgen. Somit versuche ich auch dort zu helfen, so gut es geht. Es gibt auch kein Tierheim auf dieser reichen Touristeninsel, nur eine Auffangstation für Hunde. Das ist ein anderes Wort für Tötungsanstalt... Auch weigere ich mich, Katzen nach Deutschland zu schicken, wo auch die Tierheime überquellen. Wenn die Tiere hier entsprechend versorgt werden, geht es ihnen gut. Ich finanziere alles von meiner Rente und muss hier sparsam leben. Ich brauche täglich 22 Dosen und 7 bis 8 Kilo Trockenfutter.