LEITFADEN  ZUR ABFASSUNG EINES TESTAMENTES (ohne Gewähr)

Vielen Menschen ist es ein Bedürfnis, über den Tod hinaus etwas Sinnvolles und Gutes zu tun. Wie können Sie notleidenden Tieren helfen? Diese Frage wird uns immer wieder gestellt, deshalb hier einige hoffentlich hilfreiche Informationen:

 

Testamente sind so individuell wie die Personen, die durch die Niederschrift ihrer Verfügungen ein Zeichen setzen möchten. Deshalb raten wir, sich durch einen Notar oder Rechtsanwalt beraten und ein mit deren Hilfe verfasstes Testament beglaubigen zu lassen. Wir können hier nur eine Anregung geben, da jeder einzelne Fall anders liegt. Sind keine gesetzlichen Erben zu berücksichtigen, ist die Abfassung eines Testamentes einfach. Sobald jedoch Erben Ansprüche stellen und gegebenenfalls ein Testament anfechten können, ist juristische Beratung unerläßlich.

 

Wird kein Testament hinterlegt, tritt die gesetzliche Erbfolge in Kraft.  Erben sind dann Verwandte in der vom Gesetz vorgesehenen Rangfolge  oder - sollte niemand mehr aus der Verwandtschaft zu ermitteln sein -  der Staat, also der Fiskus. In einem Testament bestimmen Sie, wer mit welchem Anteil Ihr Erbe werden  oder aus dem Nachlass ein Vermächtnis erhalten soll. In Ihrer Entscheidungsfreiheit sind Sie nur durch  Pflichtteilsansprüche Ihrer Kinder, Ehegatten und ggf. Ihrer Eltern, beschränkt. Der Pflichtteil entspricht der Hälfte dessen, was die genannten Personen als gesetzlichen Erbanteil erhalten würden. Wenn Sie also in Ihrem Testament eine andere Person oder Organisation als Erben einsetzen, erhalten diese Personen lediglich den Pflichtteil. Sollten Sie sich ganz bewusst dafür entscheiden, mit Ihrem Erbe gemeinnützige Organisationen zu unterstützen,  wird keine Erbschaftssteuer fällig, hier geht dann die volle Summe zum Beispiel an den Tierschutz.

 

Sollten Sie durch einen abgeschlossenen Ehe- und Erbvertrag oder durch ein „Gemeinschaftliches Testament“ mit dem Ehegatten oder eingetragenen Lebenspartner gebunden sein, ist eine Aufhebung solcher Testamente und Erbverträge  einseitig nicht möglich. Bei einem gemeinschaftlichen Testament können wechselseitige Verfügungen, also beispielsweise die Einsetzung eines Nacherben, nur dann rückgängig gemacht werden, wenn der Ehepartner noch lebt. In diesem Fall müssen Sie vor einem Notar Ihre Erklärung beurkunden lassen, dass Sie die gemeinsame Bindung widerrufen wollen. Bitte beachten Sie, dass eine einseitige formlose Widerrufsmitteilung nicht genügt, um ein gemeinschaftliches Testament und die dort geschaffene Bindungswirkung aufzuheben. Erst mit der Zustellung dieses Widerrufs in notarieller Form an den Ehepartner steht es Ihnen wieder frei, über Ihren Nachlass zu verfügen. In diesem Fall raten wir zu anwaltschaftlicher Beratung. Ansonsten raten wir außerdem, wie schon erwähnt,  Ihren  letzten Willen durch einen Notar beurkunden zu lassen. Vor allem bei größerem Vermöge oder komplizierteren Verwandtschaftsverhältnissen dürfte dies trotz der  anfallenden Gebühren sinnvoll sein. Die Regelung des Nachlasses ist auch durch ein handschriftliches Testament (gegebenenfalls gemeinsam mit Ihrem Partner) möglich.

 

 

Die  Aufhebung eines gemeinschaftlichen Testamentes ist  jederzeit einvernehmlich mit Ihrem Ehepartner möglich. Es ist allerdings zweckmäßig, diese Aufhebungver-einbarung  sicher zu hinterlegen,  damit kein Missbrauch erfolgt.

 

Zu beachten ist dabei die Form. Es muss ausdrücklich als „Testament“ oder „Letzter Wille“ bezeichnet werden. Das gesamte Testament muss handschriftlich abgefaßt sein. Maschinenschriftliche Testamente sind ungültig, auch wenn sie von Ihnen unterschrieben sind.

 

Nicht fehlen darf der Ausstellungsort, das Datum und natürlich die Unterschrift mit allen Vornamen und dem Familiennamen.  Durch Ort und Datum ist erkennbar, ob es sich um die letzte Ausfertigung eines Testamentes handelt. Mehrseitige Testamente müssen fest verbunden werden.

 

Ob Sie nun einen oder  mehrere Erben bestimmen, wichtig ist, sich so genau auszudrücken, dass die eindeutige Aussage nicht angefochten werden kann. Wenn bestimmte Summen oder Gegenstände vererbt werden, müssen auch diese exakt aufgeführt werden. Genaueste Festlegung und Beschreibung verhindert eventuelle Streitigkeiten. 

 

Als Beispiel können wir anführen:

Entweder: „Zum Alleinerben meines Nachlasses bestimmte ich [Herrn / Frau / oder gemeinnützige Organisation]

Ort, Datum Unterschrift

Wollen Sie mehrere Erben einsetzen wollen, empfiehlt sich die Formulierung:

„Erben meines gesamten Vermögens sollen (Personen oder Vereine) werden.“

 

Wenn Sie einen einzigen Erben bestimmen, sind Vermächtnisse möglich. Mit einem Vermächtnis oder Legat können Sie einer gemeinnützigen Organisation auch nur einen bestimmten Geldbetrag zusprechen. Dies betrifft dann nur einen begrenzten Teil Ihres Vermögens. Dieser Teil muss im Testament genau bestimmt und diejenigen eindeutig benannt werden, für die das Vermächtnis gedacht ist. Auf diese Weise können Sie eine gute Sache unterstützen und alle wesentlichen Dinge an Ihre Familie vererben.

 

 

Das von Ihnen gefertigte Testament empfehlen wir bei dem für Sie zuständigen Amtsgericht (Nachlassgericht) oder einem Notar zu hinterlegen (= amtliche Verwahrung ). Diese amtliche Verwahrung ist natürlich der sicherste Weg, kostet aber Gebühren, die allerdings nicht all zu hoch sind. 

 

HINWEIS:

„Vorsorge für den Erbfall durch Testament, Erbvertrag, Schenkung“

 

Ausführliche Broschüre, herausgegeben vom Bayerischen Staatsministerium der Justiz.   Verlag C.H.Beck,  5,50 Euro, erhältlich im Buchhandel

Kontakt

Tierhilfe Süden e.V.

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81735 München

 

Mo. bis Fr. von 9:30-14:00 Uhr

 

Tel.: +49 89 39 77 22

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