Eine unglaubliche Reise –
und ein kleines Wunder namens Junia
Manchmal schreibt das Leben Geschichten, die selbst wir kaum glauben können – und genau so eine Geschichte möchten wir heute mit Ihnen teilen.
Ein junges Paar aus Österreich nahm während seines Urlaubs Kontakt zu unserer Vorsitzenden Petra Gilgert auf. Die Nummer hatten sie von einer Frau erhalten, der wir in der Vergangenheit helfen durften. Am anderen Ende der Leitung war Rika, die von einer Begegnung erzählte, die sie nicht mehr losließ: Ein winziges Hundebaby war ihnen zugelaufen – ganz allein, am ganzen Körper zitternd, völlig hilflos.
Kurz darauf entdeckten sie sogar die Mutterhündin. Doch was sie sahen, war kaum zu fassen: Die Mutter wollte das Kleine nicht annehmen und biss es immer wieder weg. Für den Welpen bedeutete das – keine Chance.
Doch damit beginnt erst das, was diese Geschichte so besonders macht.
Rika und ihr Mann befanden sich zu diesem Zeitpunkt in Mardin – rund 1000 Kilometer entfernt von unserem Einsatzgebiet in Alanya, Türkei. Eine Distanz, die für viele unüberwindbar wäre. Doch nicht für diese beiden.
Ohne zu zögern brachten sie das kleine Hundemädchen zum Tierarzt, organisierten Welpenmilch – und trafen dann eine Entscheidung, die man nur als außergewöhnlich bezeichnen kann: Sie änderten ihre Reisepläne und machten sich auf den Weg. 1000 Kilometer. Für ein einziges, kleines Leben.
Währenddessen liefen bei uns im Hintergrund alle Fäden zusammen. Denn eines war klar: Dieses fragile Wesen durfte nicht ins Tierheim. Also aktivierten wir unser Netzwerk, fragten, telefonierten, hofften. Und tatsächlich – unsere Tierfreundin Barbara B. fand schließlich einen Pflegeplatz.
Eine weitere Tierfreundin, Steffi, die noch nicht lange in Alanya lebt, erklärte sich bereit, das kleine Hundemädchen bei sich aufzunehmen. Die Tierhilfe Süden übernimmt selbstverständlich die anfallenden Kosten, damit die Kleine bestmöglich versorgt wird.
Heute hat das winzige Wesen einen Namen: Junia.
Und man kann wohl ohne Übertreibung sagen – sie ist ein echter Glückspilz.
Wer weiß, vielleicht hat sie ihr Zuhause sogar schon gefunden und darf für immer bei Steffi bleiben?
Was bleibt, ist tiefe Dankbarkeit. Für Menschen, die nicht wegsehen. Die handeln. Die Umwege in Kauf nehmen. Die zeigen, dass Mitgefühl keine Grenzen kennt.
Danke an alle, die Junia dieses neue Leben geschenkt haben.
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